Freitag, 26. Juli 2019

Kurzes (Maikater-)Update

Ja, es gibt mich noch.
Leider hat mich nun der Alltag und vor allem der Berufs-Alltag wieder voll im Griff. Ich bin meistens nach der Arbeit einfach nur fertig und geschafft. Und freue mich nur darüber, wenn ich mich mit dem Maikater auf dem Fußboden aufhalten kann/darf.

Der kleine Mann lernt gerade das Laufen. Er möchte es nun immer mehr. Jeden Tag wird hier fleißig geübt und an manchen Tagen läuft er auch schon richtig gerne an unserer Hand bzw. an den Händen. Aber meistens möchte er einfach nur so an Gegenständen entlang laufen, unabhängig von uns. Denn das ist ihm gerade besonders wichtig - sich abzugrenzen und seinen eigenen Kopf durchzusetzen bzw. kennen zu lernen ;-) Spannende Phase ist es. Dieses Kleinkindalter.
Und deswegen werden auch gern Gegenstände durch den Raum geschoben. Alles, was sich so verschieben lässt - vornehmlich Stühle :)

Das Sprechen wird auch gerade sehr stark geübt. Manchmal kann man tatsächlich schon deutliche Wörter heraus hören.
  • Mama
  • Papa
  • da
  • Ball
  • Bitte(schön)
  • Danke(schön)
  • Wasser
  • Oma
  • Auto
Die Wörter kommen nicht alle so deutlich, wie wir sie gewohnt sind, aber zumindest kann man sie aus dem Kontext zumindest immer heraus hören. Er freut sich auch immer sehr, wenn er ein neues Wort gesagt hat und einer von uns (Mama oder Papa) dieses dann noch mal wiederholt.
Sonst wird hier gaaaaaanz viel gebrabbelt. Den ganzen Tag. Meistens klingt das dann wie "Polnisch rückwärts" oder so. Er benutzt dazu auch schon mal seine Arme, um etwas besonders hervorzuheben. Das ist dann besonders niedlich.

Der Maikater ist nun unglaublich gewachsen. Er kann an der Couch richtig gut stehen und deutlich darüber schauen. Das war bis vor einigen Monaten deutlich anders. Wie groß er aber im Moment wirklich ist, konnte ich noch nicht messen. Ein "stillhaltendes Kleinkind" - die meisten von euch werden wissen, was ich meine ;-)

Mittlerweile trägt der junge Mann auch seine ersten richtigen Schuhe - Lauflerner von Elefanten. In Größe 18. Es war echt schwierig, in dieser kleinen Größe welche zu bekommen. Alle Hersteller brüsten sich zwar damit, auch welche in Größe 17 herzustellen. Aber wenn man dann mal welche sucht, fangen die meisten Schuhe erst bei ca 19 oder noch größer an. Zum Glück passen ihm die Schuhe in der 18, sonst wäre ich wirklich verzweifelt. Denn der Kindergarten wollte unbedingt, dass wir ihm Schuhe für draußen anziehen. Auch, wenn ich selber gern noch etwas gewartet hätte, bis er sicherer steht oder vielleicht sogar schon läuft.

Hier wird nun auch richtig selber gegessen. Am liebsten immer alleine. Das führt dazu, dass der kleine Mann meistens nach dem Essen sehr lustig aussieht. Abends geht es danach gleich unter die Dusche. Er ist dann eh so müde, dass er mit seinen beschmierten Patschehändchen immer wieder in die Haare fässt und somit die gute Leberwurst auch dahin verteilt. Denn nun wird endlich auch wieder Schnitte mit Belag gegessen. Eine ganze Zeit lang gab es hier abends nur trockene Toastschnitte. Toast ist es immer noch, aber nun immerhin in der Vollkornvariante - im Kindergarten werden auch dunkle Schnitten gegessen, zu Hause führt da bisher noch kein Weg rein.
Das Trinken aus dem Becher klappt auch schon recht gut. Zu Hause nutzen wir dafür am liebsten den "Magic Cup", da kleckert nichts und der Maikater kann das Trinken so richtig üben. Im Kindergarten trinkt er schon aus dem Becher.

Inzwischen (seit gestern) sind 6 Zähne vorhanden. Die 4 Schneidezähne unten und die zwei mittleren oben. Letzte Woche waren wir auch das erste Mal beim Zahnarzt. War noch ausbaufähig. Aber er fremdelt gerade eh noch sehr stark und hat mit Neuem und Unbekannten eher ein Problem. Am Tag vor dem Zahnarzt waren wir beim Friseur und haben das erste Mal die Haare schneiden lassen. Das war nun auch nicht das schönste Erlebnis, aber immerhin sind die Haare nun etwas kürzer. Wobei sie vorn am Pony schon wieder recht schnell nachgewachsen sind...

Tja, eigentlich sollte das hier nur kurz werden. War dann doch etwas mehr zu berichten.
Auf jeden Fall tut es mir meistens auch gut, wieder arbeiten zu gehen. Man fühlt sich noch mal ganz anders gebraucht. Und der Kopf erfährt eine andere Anstrengung als die Organisation des Familienlebens.
Allerdings hat mich eben auch der Stress auf Station schnell wieder eingehabt... Das empfinde ich derzeit wieder als sehr schlimm. Da muss ich mir mal noch eine Strategie überlegen. Sonst gehe ich bald kaputt. Denn derzeit sind auch unsere Nächte immer mal wieder anstrengend, weil der kleine sehr unruhig schläft und gern zu mir ins Bett kommt... Das schlaucht dann zusätzlich, wenn man am nächsten Tag um 4:30 aufstehen muss und gefühlt die Nacht gar nicht geschlafen hat. Mein Mantra in diesen Tagen "Es ist alles nur eine Phase"...

Machts gut, bis bald

Samstag, 4. Mai 2019

12 Monate - ein ganzes Jahr

Du bist nun also wirklich schon 1 Jahr alt! Du bist nun also ein Kleinkind und kein Baby mehr. Das ging jetzt wirklich schnell... Sagte ich schon, dass die Zeit rast? Wirklich wahr.
Dieses Jahr verging wirklich wie im Flug. Meine Elternzeit ist nun somit auch offiziell beendet, aber ich habe zum Glück noch einige Tage Resturlaub.
Zum Glück sage ich deshalb, weil unsere Eingewöhnung immer noch läuft. Du warst zwischendurch immer wieder einige Tage krank, so dass wir nicht zur Kita gehen konnten. Ich bin wirklich froh, dass ich mit einer längeren Eingewöhnungszeit gerechnet hatte.

Du hast deinen ersten Zahn bekommen. Einen Tag nach deinem Monatswechsel, du warst also 11 Monate und 1 Tag alt. Ich habe ihn bemerkt, als ich dich mittags ins Bett gebracht habe. Da war die erste Spitze deines unteren rechten Schneidezahnes durchgebrochen. Fast einfach so. Klar warst du die Tage unruhig. Aber das hätte auch gut durch die begonnene Eingewöhnung sein können. Daher konnte ich das nicht wirklich einordnen. Jetzt nach 4 Wochen ist der Zahn mit allen Spitzen deutlich durch, aber immer noch nicht ganz da. Er ist schon gut gewachsen, aber erst ca. mit 1/3.

Du kniest weiterhin überall in der Wohnung, mittlerweile auch ohne Festhalten. Das hat dein Spielverhalten deutlich verändert. Du kannst nun viel besser Dinge in der Hand halten und damit spielen. Außerdem macht es dir ganz viel Spaß, Dinge von einem Raum in den anderen mit zu nehmen. Du schleppst so einiges in Bad, Küche, Flur oder auch schon mal das Kinderzimmer. Genauso räumst du aber auch gern die Cremedöschen aus deiner Wickelkommode und nimmst sie einarmig robbend mit ins Wohnzimmer. Das sieht weiterhin sehr niedlich aus. Und stolz bist du da rauf. Überhaupt ist das Ausräumen und auch wieder Einräumen in deine Kiste gerade sehr beliebt. Du liebst das Sortieren und natürlich muss Mama dabei immer wieder Einräumen, damit du es hinterher Ausräumen kannst ;-)
Das Bücherregal ist weiterhin sehr beliebt. Aber seitdem wir deine ganzen Bücher für dich erreichbar hineingeräumt haben, ist es deutlich entspannter geworden und du räumst nur mehrfach täglich deine Bücher aus und schaust sie dir teilweise auch an. Du liebst es, darin zu blättern. Vorlesen und länger auf einer Seite verweilen ist allerdings noch nicht so dein Ding. Deswegen habe ich abends beim Gute-Nacht-Geschichten Vorlesen immer ein zweites Buch, in dem du nach Lust und Laune blättern kannst.
Ausräumen klappt im Knien auch deutlich besser, so kommt man an die höheren Dinge heran. Du liebst es ;-)

In diesem Monat warst du das erste Mal so richtig doll krank. Du bekamst Fieber bis 40,0 °C. Das hat mir kurzzeitig etwas Angst gemacht. Aber wir waren dann am nächsten Tag bei der Ärztin (Donnerstag vor Ostern) und die diagnostizierte dir eine Mittelohrentzündung auf dem linken Ohr. Du bekamst dein erstes Antibiotikum. Und fandest es überhaupt nicht mehr lustig, dass wir dir ständig etwas in den Mund geben wollten (Hustensaft, Antibiotikum, Fiebersaft). Das Fiebermessen war auch sehr schwierig und du hast gewimmert und geweint. Das Fieberzäpfchen hatte leider immer nur kurzzeitig Erfolg, es führte eher zu Stuhlgang.
Du konntest nur mit viel Kontakt den Tag überstehen, aber eigentlich war dir das alles viel zu viel. Du bist teilweise im Sitzen auf einem von uns eingeschlafen, so kaputt und fertig warst du. Der Schnupfen hat dir auch ordentlich zu schaffen gemacht. Seit Sonntag warst du dann fieberfrei und wir konnten doch noch ein wenig Ostern feiern. Montag hatte dein Opa Geburtstag und wir waren zum Feiern da. Zum Glück ging es dir da schon wieder recht gut und du hast gut mitgemacht.

Die Tagschläfchen verbringen wir nun immer gemeinsam im großen Bett kuschelnd. Das tut uns beiden gut und ich kann schlafen, wenn ich müde bin. Ansonsten höre ich ein Hörspiel und genieße deine Nähe. Wenn du im Kindergarten warst, schläfst du nun nur noch einmal, weil du mittlweile mit Mittag isst. Wenn du nicht in der Kita warst, biete ich dir weiterhin 2 Schläfchen an, manchmal möchtest du aber nur einmal schlafen.
Durch deine Krankheit war der Rhythmus natürlich wieder komplett durcheinander und wir sind gerade erst wieder dabei, uns einzufinden. Manchmal schläfst du schon wieder die ganze Nacht in deinem Bett, aber im Moment sind wir ungefähr bei einer guten und ein bis zwei schlechten Nächten.

74er Sachen passen immer noch, eigentlich genau wie im letzten Monat. Ich bin nur sehr erstaunt, wie unterschiedlich die Teile ausfallen. Obwohl sie von einer Marke stammen...
Windeln weiterhin in der 4. Zwischenzeitlich musste ich sie sogar wieder enger machen, du hast wirklich abgenommen. Das hat auch eine Kontrolle bei der Ärztin ergeben. Keine Ahnung, wie viel du mittlerweile wiegst. Aber es dürften so 8,3 - 8,5 kg sein. Und ich dachte, du seist gewachsen, weil es so wirkte. Aber da hat sich nichts verändert. Weiterhin 71 cm.

Du sagst nun deutlich zielgerichtet auch "Papa". Häufig den ganzen Tag. Manchmal nun auch ganz entrüstet, wenn etwas nicht so ist, wie du es gern hättest. Vorher war es eher so "Papapapa". Und wenn dir etwas nicht passt, kommt häufig ein wimmerndes "Mama". Egal, ob ich gerade bei dir bin oder ganz woanders.

In diesem Monat warst du das erste Mal alleine bei Oma und Opa. Du hattest eine schöne Zeit und das hat euch gut gefallen. Wenige Tage danach haben wir das noch mal gemacht, da fandest du es nicht ganz so toll. Aber vermutlich, weil du so großen Hunger hattest. Denn zum Ende des Monats hattest du einen wahren Fress-Flash. Du hast so viel in dich hinein geschaufelt. Aber mittlerweile möchtest du kaum noch Brei essen. Daher habe ich nun morgens auf Müsli umgestellt. Das klappt schon recht gut. Für mittags muss ich mir nun immer etwas einfallen lassen. Solange du in der Kita mitisst, ist das ja kein Problem. Am Wochenende muss ich nun etwas kochen, was du auch mit essen kannst. Einmal hatten wir mittags Milchreis, das war nicht so wirklich dein Fall. Ich nehme an, du kommst da nach mir und magst mittags eher deftige Speisen.

Maikater, wir lieben dich! Mehr als wir uns vorstellen konnten und wir können uns ein Leben ohne dich nun wahrlich nicht mehr denken!
Deine Eltern

Donnerstag, 4. April 2019

11 Monate

Nun bist du als 11 Monate alt. Somit hat nun offiziell der letzte Monat als Baby begonnen. Das ging mir einfach viel zu schnell! Ich bin doch noch gar nicht bereit dazu, dass du nun bald kein Baby mehr bist sondern dann ein Kleinkind.

Vielleicht habt ihr gemerkt, dass ich direkt nach dem letzten Post mein Design überarbeitet habe. Damit bin ich jetzt erstmal richtig zufrieden. Ich hoffe, euch gefällt das auch?! Wenn ihr irgendwelche Probleme damit habt oder Anmerkungen, dann immer her damit.

Nun aber zu dir, mein kleiner Schatz:

Du bist in der Wohnung nun in allen Räumen deutlich mobil und dabei kommt für dich schon Langeweile auf. Dir muss man nun etwas bieten. Das Hochziehen klappt immer noch nicht so gut, wie du das gern hättest. Du kommst nur ganz kurz auf die Knie, aber dein Gewicht kannst du so noch nicht halten. Das wurmt dich schon. Allerdings wird einfach fleißig weiter geübt. Auch das Knien mitten in der Wohnung. Immer und überall.
Seit Montag (01.04.) gehst du in den Kindergarten und nun wird das Knien noch viel mehr geübt. Die anderen Kinder Laufen schon fast alle. Das scheint dich anzuspornen, es ihnen bald gleich zu tun. Zur Eingewöhnung schreibe ich noch einen Extra-Post, wenn ich hoffentlich dazu komme :)

Ich hatte beim letzten Mal kaum geschrieben, dass der Schub der entspannteste überhaupt ist, da wurde er doch noch anstrengend. Aber mit den sonstigen Schüben einfach nicht zu vergleichen. Du warst dann aber doch noch richtig meckerig.

Wir waren in diesem Monat das erste Mal alle gemeinsam im Urlaub. Nur wenige Tage und leider nicht ganz so besonders schön, wie wir uns das erhofft haben, aber immerhin waren wir einige Tage außerhalb unserer Vier-Wände unterwegs. Du hast dich da super verhalten und hattest im Restaurant beim Essen ganz viel Spaß - du kleiner Schäkerer ;)

Du spielst seit dem Urlaub "Kuckuck" mit uns. Dazu ziehst du dir eine Decke oder etwas ähnliches vor das Gesicht und nimmst es dann weg und freust dich tierisch, wenn wir "Kuckuck" oder "Da bist du" sagen. Du genießt das so richtig und forderst es ganz aktiv ein.

Seit dem Urlaub (bzw. manchmal auch schon vorher) kuscheln wir nun häufig für die Tagschläfchen. Vor allem, wenn du nicht zur Ruhe kommst. Der Schub hat dich nämlich besonders am Tage zu deinen Schläfchen besonders gequält. Da half es nun erstmalig, wenn ich dich in den Arm nehme und mich mit dir zusammen ins Bett kuschele. Das ging vorher nie. Du mochtest diesen engen Kontakt einfach nicht. Jetzt klappt es recht gut und du kannst wenigstens schlafen. Der einzige Nachteil, ich muss meistens bei dir Liegen bleiben. Da ich aber in der Nacht auch manchmal zu wenig Schlaf bekomme, hole ich den nun so am Tage einfach nach.

Unser Rhythmus hatte sich nun auch gerade gebessert und eingespielt, jetzt kommt natürlich der Kindergarten dazu und alles wird noch einmal auf den Kopf gestellt. Außerdem gab es die Zeitumstellung, die dir auch etwas zu schaffen macht. Die erste Woche war da recht anstrengend.

In der Kleiderkiste passen noch einige Teile in 74, aber manches musste ich auch schon aussortieren. Die 80 ist recht gut. Einiges in 86 habe ich mal probiert. Da kommt es sehr darauf an, wie es ausfällt. Eigentlich noch viel zu groß, aber manches passt dir eben doch schon. Für den Kindergarten musste ich nun doch noch viele Oberteile in 80 kaufen, weil die 86 da echt wie ein Sack an dir hängen würde. Das muss ja nicht sein.

Die Windeln passen immer noch sehr gut in der 4. Ich glaube sogar, sie sind jetzt noch etwas "größer" geworden, weil du in die Höhe gewachsen bist und dabei etwas weniger Bauch hast. Die 5 ist dir noch recht groß, ich habe sie schon mal ausprobiert.

Du sagst nun "Mama", "Papa" und auch sehr zielgerichtet "da" und zeigst dabei auch auf viele Dinge. Das ist unglaublich toll. Du möchtest dann immer wissen, was das ist, worauf du da zeigst. Das klingt natürlich einfacher als es ist. Dein Finger zeigt manchmal in eine völlig andere Richtung als dein Blick. Und auf deinen Blick kommt es aber an.
Übrigens war das erste Mal Zeigen und "da" sagen als wir beim Kinderarzt im Wartezimmer saßen. Da hatten wir die U6 noch vor uns. Die war bis auf deine Daten nicht ganz so schön. Es ging um deine fehlende Beweglichkeit. Da hab ich mir im Nachgang noch ganz viele Gedanken drum herum gemacht. Das hat mich ganz schön blockiert. Seit du jetzt aber in den Kindergarten gehst und es stetig besser wird, habe ich beim Gedanken daran weniger Bedenken. Du wirst das machen! Ganz bald.

Du wirst deinen letzten Monat als Baby nun rocken. Und die Mama wird bald etwas wehmütig auf diese schön und leider viel zu kurze Zeit zurück blicken.

Maikater, wir lieben dich!
Deine Eltern

Montag, 4. März 2019

10 Monate

Schon wieder ein Monatspost. Im Moment komme ich zu nichts anderem. Und dabei schwirren mir so einige Dinge im Kopf herum. Mit meinem Design bin ich nun auch nicht mehr zufrieden, das möchte ich demnächst doch noch einmal verändern.

Nun aber wieder zu dir, mein liebes Kind:

Ich hatte in meinem letzten Post Unrecht: Du robbst. Und wie du das machst. Das sieht so wahnsinnig niedlich aus. Mit dem linken Arm auf dem Ellenbogen und der rechte vollständig gestreckt ziehst du dich vorwärts. Die Beine machen dann auch noch in dieser Schlängelbewegung mit. So sah es anfangs nämlich aus - wie eine schlängelnde Robbe.
Mittlerweile bist du dabei echt schnell geworden. Und du schaffst nun auch die komplette Wohnung zu erforschen. Zuerst waren die Schwellen der einzelnen Räume noch ein großes Hindernis. Jetzt ziehst du dich einfach an ihnen vorbei und schwupp befindest du dich im nächsten Raum. Das ist so schön zu sehen. Und wie du dich selber darüber freust, ist noch viel schöner!
Du räumst aus einigen Schränken gerne aus. Unser Bücherregal hat es dir hierbei besonders angetan. Das magst du total. Und auch meine Schuhe aus dem offenen Schuhregal. Die schleppst du dann durch den ganzen Flur und meine Turnschuhe landen auch gerne mal im Kinderzimmer.
Am geöffneten Geschirrspüler ziehst du dich auch gerne schon mal hoch. Dann kniest du. Allerdings klappt das nur kurz und sonst ist das Hochziehen noch nicht ganz so deins. Du findest dabei dein Gleichgewicht noch nicht.
Wir hatten diesen Monat auch ein Mädchen aus unserem Rückbildungskurs zu Besuch. Sie krabbelt fleißig und zieht sich überall hoch und läuft wenige Schritte. Da konnte ich schon einmal in Erfahrung bringen, wie sich so ein richtig mobiles Baby macht. Da muss man dann ja wirklich ständig auf der Hut sein.
Das muss ich mit dir noch nicht ganz. Aber alleine lassen kann man dich nun auch nicht mehr. Vor allem wenn du es auf die Kabel abgesehen hast ;)

Mittlerweile kommst du häufig der Aufforderung "Komm her" oder "Folge mir in die Küche/das Wohnzimmer" nach. Das klappt schon recht gut. Und dann freust du dich wie Bolle, wenn du im Flur zu dem entsprechenden Zimmer kommst und mit dem Kopf um die Ecke der Tür schaust. Zu niedlich. Meistens hört man dich vorher schon, weil du dich so freust :) Und wenn du dann im Flur bist, da kann man gleich mal die unteren Körbe aus dem Flurschrank räumen, oder am MaxiCosi herumspielen. Das findest du auch ganz klasse.

Kurz nach dem letzten Post habe ich dann wirklich abgestillt. Du warst nur noch unzufrieden, weil dir zu wenig Milch kam. Und mittlerweile reicht dir nachts auch ein Schluck Wasser, wenn du wirklich mal wach werden solltest. Ein wenig wehmütig war ich da schon. Aber jetzt ist es deutlich entspannter. Außer, wenn du morgens zeitig wach wirst, weil du Hunger hast. Dann müssen wir natürlich aufstehen und deine Laune ist nicht unbedingt die beste.
Aber insgesamt haben wir gerade einen guten Rhythmus gefunden (das denke ich aber natürlich nicht mal). Du schläfst zwar mittags immer noch nicht super lange, aber wahrscheinlich reicht dir einfach der recht wenige Tagschlaf aus. Denn du bist nun nicht (mehr) schlecht gelaunt. Und das sogar, obwohl du gerade im 7. Schub bist. So einen entspannten Schub hatten wir noch nie (auch das wurde nicht mal gedacht)!

Leider hast du in diesem Monat auch deine erste schlimme Schramme abbekommen. Morgens, wenn du noch in meinem Bett lagst, habe ich immer das Stillkissen um dich herum gelegt. Dieses eine Mal hast du das weggenommen und bist weiter nach vorn gerobbt. Leider endete der Weg dann mit dem Kopf voran auf dem Fußboden. Ich saß auf Toilette und konnte nichts machen. Aber dein Papa war zum Glück noch da und hat dich gleich getröstet. Du hast sofort geschrien und das war gut. Du hattest eine kleine Beule an der Stirn und deine Nase ist über den Teppich gerieben. Die sah nach einigen Tagen ganz furchtbar aus. Aber jetzt ist alles vergessen und dir ging es zum Glück danach auch wieder gut. Deswegen sind wir auch gar nicht zur Kinderärztin gegangen.

In der Kleiderkiste sind einige Teile in 74 schon eng geworden. Ich habe nun vieles schon in 86 gekauft, aber bisher noch nicht anprobiert. Es wird dir wohl noch deutlich zu groß sein. Aber da es länger passen soll, habe ich mich für die größere Variante entschieden. Wir brauchen ja dann auch einiges für den Kindergarten.

Apropo Kindergarten. Letzten Donnerstag war ich mit dir dort, um den ganzen Papierkram zu erledigen und uns schon einmal die Räumlichkeiten anzuschauen. Du warst dabei super brav, das merkte sogar die Leiterin und fand es sehr positiv. Mir hat es gut gefallen und auch die Erzieherinnen aus deiner zukünftigen Gruppe (die "Krabbelkäfer") machen alle drei einen netten Eindruck. Ich bin sehr auf deine Eingewöhnung ab 1. April gespannt. Ich werde davon berichten.

Mit deinen Großeltern warst du in diesem Monat mehrfach mit dem Kinderwagen unterwegs. Das war nun die Premiere. Vorher hatte ich immer noch etwas Bedenken, weil du so auf mich fixiert warst. Aber das ist jetzt deutlich besser geworden und so haben wir es gewagt. Und du fandest es super. Du hast sie neugierig beobachtet und warst zufrieden. So muss das sein.

Die Wörter versuchst du uns weiterhin nachzusprechen. Das ist unglaublich niedlich. Du sagst "Mama", aber noch nicht zielgerichtet. Dafür schon sehr deutlich. Außerdem "da" oder "dada" und "jaja". Bei letzterem schüttelst du am liebsten noch den Kopf ala "Nein-Nein" :) Das machst du überhaupt auch seit einigen Wochen ganz hervorragend.

Die Windeln haben wir immer noch in 4. Aber ich denke, lange werden sie uns nicht mehr begleiten.

Das war ein toller und aufregender Monat! Und jetzt wird es noch mehr Trubel geben, das spüre ich ;)

Wir lieben Dich, lieber Maikater
Deine Eltern

Montag, 4. Februar 2019

9 Monate - ein dreiviertel Jahr

Nun bist du wirklich schon 9 Monate alt! Ein dreiviertel Jahr.

Du hast nun deine Drehung im Kreis perfektioniert und schiebst dich meistens in der Drehung in eine Richtung. Dadurch kannst du deine Position recht gut verändern. Ob das immer der Weg ist, den du eigentlich nehmen wolltest, weiß ich nicht genau. Aber meistens beschwerst du dich nicht. Also denke ich schon, dass du dich manchmal schon zielgerichtet fortbewegst. Ansonsten freust du dich wohl einfach, dass du die Position verändern kannst. Dich stört es nur, wenn ein bestimmtes Spielzeug oder auch andere Gegenstände, die du haben möchtest, von dir wegrollen und dann nicht mehr in deiner Reichweite liegen. Da wird auch schon mal deutlich gemeckert. Aber meistens suchst du dir schnell etwas anderes, was in deiner Nähe liegt.
Du stellst dich auch schon mal auf deine Knie und manchmal denke ich, es fehlt dir nicht mehr so viel zum Krabbeln. Mal sehen, wann das klappen wird. Ich kann mir vorstellen, dass du das Robben völlig auslässt. Wobei es auf glattem Untergrund eventuell doch vorkommen kann. Lassen wir uns überraschen.

Du hast in diesem Monat eine unglaubliche Ausdauer an den Tag gelegt. Ich nehme dich nun immer mit in die Küche, wenn ich da längere Zeit zu tun habe. Jetzt schiebst du dich durch den forderen Teil der Küche und hast dich an einem Vormittag so schon mal anderthalb Stunden am Stück selbst beschäftigt! WOW! Das hat mich echt beeindruckt.
Dafür wird dir dein Platz im Wohnzimmer nun langsam etwas langweilig und du meckerst manchmal, wenn es dir dort nicht mehr passt.

Dank des 6. Schubes hat sich nun dein Essverhalten komplett verändert. Du hast dich nun fast komplett abgestillt. Wir stillen nur noch einmal morgens. Entweder ist dies in der Nacht oder direkt nach dem Aufstehen. Aber dann reicht dir das nicht als Frühstück und du benötigst danach noch einen Brei. Dieses plötzliche schlechte Trinken an der Brust hat mich einige Nerven gekostet. Ich habe immer wieder versucht, dich doch noch an die Brust zu bekommen. Aber das war mit sehr viel Geschrei verbunden. So dass ich mich dann damit irgendwie abfinden musste, dass du nun tatsächlich schon das baldige Ende unserer Stillgeschichte eingeläutet hast.
Du isst nun also morgens einen Obst-Gemüse-Brei von mir selbstgekocht (das Obst eventuell aus dem Glas) - ca 200g, manchmal aber auch etwas weniger.
Mittags wie gehabt eine große Portion Gemüse-(Fleisch)-Brei - ca. 190-220 g. Wenn du dabei nicht ganz satt bist, habe ich dir danach noch ein wenig Obstmus angeboten. Allerdings bist du davon nicht der größte Fan. Dann bleibt eben mehr für mich ;).
Dann gibt es nachmittags einen Obst-Getreide-Brei aus dem Glas (meistens biete ich dir hier nur ein halbes Glas an, weil du meistens nicht so begeistert davon bist, du schaffst aber auch ein ganzes) oder es gibt etwas Obst und anschließend Hirse-Kringel, da du die aber meistens eher zerschmierst, bin ich meistens eher für die Brei-Variante zu haben.
Abends gibt es nun meistens ein paar Büffchen mit Bärchen-Wurst, während wir selber essen. Du kannst das Kauen üben und wir können essen, ohne dass du neidisch zuschauen musst. Win-Win-Situation würde ich sagen. Manchmal schaffst du da schon ein ganzes Toastbrot. Dunkles Brot haben wir auch ausprobiert, aber das ist so gar nicht dein Fall. Na wird ja vielleicht noch. Und nach den Büffchen gibt es dann für dich deinen Getreide-Brei, den ich als Halbmilch-Brei zubereite.
Dazu trinkst du am Tag so um 120-170 ml. Vor allem morgens und abends forderst du das sehr ein.

Im letzten Schub hast du auch wahnsinnig schlecht geschlafen. Du hast seitdem immer mal wieder Albträume und das merkt man deutlich. Du schläfst sehr unruhig, weinst manchmal vor dich hin. Und ich habe in dieser Zeit dich immer mit zu mir genommen. Das brauchst du im Moment leider immer noch. Mein Bett ist leider nur 80 cm breit und das teile ich mir nun aktuell mindestens die halbe Nacht mit dir. Während des Schubes musste ich an manchen Tagen mit dir zwischen 20.30 und 21.30 ins Bett gehen. Das hat mich arg mitgenommen. Ich liebe es, meinen Abend wirklich für mich zu haben und dann auch im Bett noch etwas lesen zu können. Ging da natürlich nicht.
Dafür haben wir nun dank des nächtlichen Stillens (wenn auch nur wirklich kurz) manchmal Aufstehzeiten erst 7.45. Das ist ja schon fast purer Luxus.

An manchen Tagen hast du noch ordentlich Blähungen, allerdings stören sie dich meistens nicht. Du pupst einfach ordentlich los. Und noch ist das ja auch wahnsinnig witzig und alle in deiner Umgebung freuen sich darüber.

Einige Sachen in 74 habe ich tatsächlich aussortieren müssen. Allerdings weiß ich nun, dass die durch den Trockner eingegangen sind... Ich werde nun keine neuen Sachen von dir mehr in den Trockner geben. Das ist echt schade.
Aber trotzdem passt du nun schon gut in die 80er Größe. Manches davon ist dir allerdings auch noch wirklich viel zu groß. Es fällt eben alles sehr unterschiedlich aus. Bei unserer Messung vor ein paar Tagen bist du weiterhin ca. 68cm groß. Dabei wirkst du viel viel größer, weil dein Kopf schon so unglaublich groß ist (45cm Kopfumfang).
In diesem Monat haben wir eine Freundin mit ihrer Kleinen besucht, sie ist 14 Wochen jünger als du. Von der Größe her wirkst du größer, bist es aber nicht. Ihr seid ungefähr gleichgroß.
Die andere Freundin mit ihrer kleinen, die 6 Wochen älter ist, haben wir diesen Monat auch wieder besucht. Jetzt kamst du mit ihr viel besser zurecht. Denn durch deine nun eigene Beweglichkeit kannst du ihr etwas ausweichen bzw. dich von ihr fortbewegen. Oder auch auf sie zu. Und ihr habt euch schon ein wenig um Spielzeug gezankt. Allerdings hat sie dir einfach immer das Spielzeug weggenommen und du hast dich anfangs gar nicht dafür interessiert. Irgendwann hast du es dir dann aber versucht, wieder zu holen :)

Du erzählst nun auch immer mehr. Verständliche Worte waren aber noch nicht dabei. Manchmal lachst du dich kringelig, wenn dir jemand antwortet und du findest es auch toll, wenn ich versuche, deine Worte nachzusprechen.

Dein Papa ist immer noch der Größte für dich, daran hat sich nichts geändert. Wenn er nach Hause kommt, hast du wieder bessere Laune. Egal, wie schlecht sie vorher war. Du lachst am lautesten, wenn er dich krabbelt oder auch nur ein Späßchen mit dir macht. Das ist zu niedlich!

Langsam fängst du scheinbar mit dem Fremdeln an. Gestern waren wir in der neuen Wohnung deiner Oma (die Mama von deinem Papa verkauft gerade ihr Haus und hat sich eine Wohnung gesucht) und du wurdest überhaupt nicht warm mit ihr. Das sieht dir sonst gar nicht ähnlich. Du hast sie sonst sogar in völlig fremder Umgebung angegrinst und dich von ihr auf den Arm nehmen lassen. Das ging gestern gar nicht. Sogar ihre bloße Nähe war dir nicht recht.

Dein Bruder hat dich in diesem Monat das erste Mal gefüttert. Er wollte das ganze Wochenende auch gar nicht mehr damit aufhören ;) Er macht das aber auch wirklich gut.

Lieber Maikater, wir sind wahnsinnig stolz auf dich und verlieben uns immer mehr in dich!
Deine Eltern

Freitag, 4. Januar 2019

8 Monate

Nun bist du schon 8 Monate alt! Wo ist nur mein kleines Baby hin? 2/3 meiner Elternzeit sind leider schon um und das babyhafte verschwindet nun auch so nach und nach. Manchmal siehst du schon richtig ernst aus und man könnte meinen, da sitzt ein Kleinkind vor einem.
Du hast in diesem Monat einen enormen Sprung gemacht.

Seit gestern drehst du dich vom Rücken auf den Bauch. Und wie du dich drehst. Du hast endlich den Dreh raus (haha, welch Wortwitz ;) ). Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut und das hat auch dich dann total gefreut.
In Bauchlage kurvst du nach rechts oder links oder drehst dich gleich ganz im Kreis. Das machst du schon recht gut. Frustrierend findest du dabei aber, dass du noch nicht vorwärts kommst. Und dass du dich bisher nicht zielgerichtet dahin bewegen kannst, wo du hin möchtest.
Außerdem schiebst du dich auch in Bauchlage rückwärts. Das klappt schon recht gut. Aber bisher auch nicht zielgerichtet und eigentlich möchtest du ja vorwärts kommen. Es frustriert dich dann regelmäßig, wenn du etwas vor dir greifen möchtest, dich aber dabei nach hinten schiebst. Also weiter weg vom Objekt deiner Begierde.
Um dich vorwärts zu bewegen, streckst du Arme und Beine in Bauchlage völlig in die Luft und holst dann Schwung. Dabei wippst du auf dem Bauch auf und abwärts. Das sieht wahnsinnig niedlich aus.

Mit dem Essen hast du im letzten Monat einen riesigen Sprung gemacht. Eine große Portion (190-210 g) sind zum Mittag völlig normal und so gut wie immer verputzt du die. Nachmittags wird mittlerweile auch Brei eingefordert. Ich glaube, ich habe nicht mehr ganz so viel Milch. Teilweise schaffst du auch da ein komplettes Gläschen (190 g). Manchmal schmeckt es dir aber auch nicht, oder du bist zu müde. Dann stille ich dich natürlich danach noch. Manchmal merke ich aber auch, dass du einfach müde bist. An solchen Tagen gibt es einfach gar keinen Brei und ich versuche es nur mit der Brust. Dabei schläfst du manchmal auch noch mal ein. Das finde ich gut. Denn nachmittags bekommt man dich meistens eher schlecht ins Bett.
Am Abend haben wir nun endlich eine gute Zeit gefunden. Für dich so wie auch für uns passt das jetzt deutlich besser. Zwischen 17.30 und 18.00 bekommst du deinen Abendbrei. Danach ziehen wir dich um und ich stille dich noch einmal. Auch, wenn du mittlerweile deine 200g Portion ohne Probleme schaffst. Aber das zur Nacht stillen möchte ich mir im Moment nicht nehmen lassen. Und da deine Einschlafzeit direkt an das Abendessen anknüpft, ist es für mich nun mal deine "Gute-Nacht-Stillmahlzeit".

Im Moment stille ich dich auch wieder nachts. Eine ganze zeitlang musste ich das ja nicht. Dann wurdest du aber regelmäßig nachts wach und konntest nicht wieder einschlafen. Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht, woran das nun liegt. Seitdem ich dich nun einfach wieder stille (meistens mit frischer Windel vorher, das entscheide ich dann immer je nach Situation), schläfst du danach meistens weiter und wir haben so wieder humanere Aufstehzeiten. Wenn du gegen 6.00 wach wirst, dann stehen wir gemeinsam auf. Das späteste Aufwachen ist im Moment so 6.50. Damit kann ich recht gut leben. Auch, wenn wir vor einiger Zeit (so vor ca. 3 Monaten noch), nicht vor um 8 aufgestanden sind. Aber da gingst du auch deutlich später zu Bett und das Einschlafen klappte so gut wie gar nicht ohne Geschrei. Daher bin ich über unsere geregelteren Zeiten nun froh. Ich übe mich immer noch darin, dann morgens um 6.00 gute Laune zu haben. Aber immerhin hast du meistens welche.

Gegen deine Blähungen wegen des Apfels hat nur geholfen, dass ich dir immer wieder Apfel im Obstbrei gegeben habe. Ich habe es ja mit einer langsamen Steigerung versucht. Aber das war nicht wirklich erfolgbringend. Als ich dann aufgrund des vermutlichen Milchmangels am Nachmittag den Obstbrei gegeben habe, in dem immer wieder Apfel drin war, wurde es allmählich besser. Denn es gibt so gut wie keinen Brei in dem kein Apfel oder Birne drin ist (Birne verhält sich ähnlich wie Apfel und macht genauso Blähungen).

Deine tägliche Wassermenge hat sich jetzt so um die 80 ml eingependelt.

Windeln benutzen wir weiterhin die von Lidl und Pampers Premium Protection*. Größe 4 passt super. Umso schlimmer war es in der Woche nach Weihnachten, da hatte deine Oma dir ein Paket 3er Pampers Baby Dry* mitgebracht. Die sind ja eh schon enger als die Premium Protection. Und das haben wir deutlich gemerkt. Es gab wieder einige Unfälle. Ich habe da noch mal ein ernstes Wörtchen mit meiner Mama geredet. Sie hatte nur auf die kg-Angaben geachtet...

Mittlerweile werden sogar schon einige Teile in 74 eng. Wahnsinn. Die Hosen passen nun auch wesentlich besser. Scheinbar hast du einen großen Sprung gemacht. Als dein Papa dich Mitte Dezember gemessen hat, warst du ungefähr 68 cm groß. Vielleicht ist das nun doch noch mal etwas mehr geworden. Aber eigentlich nicht sooo groß, dass du die 74 schon wieder verwächst.

Erste Male:

In diesem Monat wurdest du zum ersten Mal von deiner Oma (Mamas Mama) gefüttert.

Du lagst bei deiner Ur-Oma zum Adventsessen das erste Mal auf dem Boden. Sonst konnte man dich in fremder Umgebung nie ablegen. An dem Tag konnten wir wenigstens essen. Danach wolltest du aber auch unbedingt wieder auf einer Ebene mit uns allen sein.

Du hast zum ersten Mal zuerst im Kinderwagen länger als 30 Minuten geschlafen. Auch an dem Tag, als wir zum Essen bei der Ur-Oma waren und deine Oma dich gefüttert hat. Da hast du ganze 1 3/4 Stunden in deinem Wagen geschlafen. Wow.
Und in den Tagen danach hast du es auch im Auto das erste mal länger als 30 Minuten geschafft. Das ist echt wow. Ich freue mich, dass du es nun so lange am Stück schaffst.

Außerdem haben wir dein erstes Weihnachten gefeiert. An Heiligabend waren wir bei Oma und Opa mit deinen mütterlichen Ur-Großeltern. Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zum Mittagessen bei deiner Oma. Dein großer Bruder war auch da und hat dann bei uns geschlafen.
Wir hatten zu Hause einen Weihnachtsbaum, den du jedes Mal erfürchtig angelächelt hast. Allerdings konnten wir unseren großen Baum nicht hinstellen, dann hätten wir zu viert nicht mehr an den Esstisch gepasst. Wir haben uns einen 60cm kleinen Baum gekauft. Der war sehr niedlich.

Silvester hast du überstanden. Aber du warst sehr sehr unruhig. Hier wurde gegen 21 Uhr schon sehr heftig geknallt. Da bist du wach geworden und warst richtig doll unruhig. Ich habe dich dann in unser großes Bett mitgenommen, da das Schlafzimmer zur anderen Seite rausgeht und es da etwas leiser war als in deinem Kinderzimmer. 0 Uhr bist du durch das Knallen aber trotzdem hochgeschreckt - im Schlaf. Ich habe dich dann lange im Arm gehalten und dann hat dich der Papa übernommen, damit ich mich bettfertig machen konnte. Danach haben wir Arm in Arm geschlafen.

Kleiner großer Maikater, wir lieben Dich!
Deine Eltern


Sonntag, 30. Dezember 2018

Jahresrückblick 2018


Hier kommt nun also auch mein Jahresrückblick für 2018. Ich habe ihn erst etwas später geschrieben, daher ist er zurückdatiert.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Da ich letztes Jahr schon eine 9 gegeben habe, obwohl es in der Erinnerung deutlich schlechter war, werde ich auch diesem Jahr eine 9 geben. Wir haben geheiratet, unser kleines Wunder ist geboren worden und die letzten Wochen konnte ich dem kleinen Mann beim Wachsen und sich entwickeln zusehen.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Durch die Schwangerschaft deutlich zugenommen. Davon leider auch nicht alles wieder runter. Ich bin noch ungefähr 20kg von meinem persönlichen Wohlfühlgewicht entfernt.

3. Haare länger oder kürzer?

Ich lasse sie gerade wieder wachsen. Es ist schöner, wenn ich sie richtig zusammen machen kann. Der kleine Mann kann mir dann nicht ständig an den Haaren ziehen und ordentlicher sieht es meistens auch aus.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Durch die Schwangerschaft und das Stillen kann ich im Moment meine Seh-Stärke nicht überprüfen lassen. Nach der Geburt habe ich durch die Hormone aber eine deutliche Verschlechterung festgestellt. Daher habe ich mich eine zeitland auch nur sehr ungern hinter das Steuer gesetzt. Jetzt geht es aber wieder recht gut.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Dank meiner Elternzeit nun deutlich weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Der Job hat sich nicht verändert. Aber ich befinde mich noch in Elternzeit.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Öhm ja. Deutlich mehr. Ein Kind kostet eben auch viel Geld.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?

Nein.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Zu Beginn des Jahres war es richtig wenig. Ich war so schwerfällig. Nach der Geburt habe ich auch erstmal lange gebraucht, bis ich mich wieder richtig bewegen konnte. Dann kam der heiße Sommer und ich hatte wenig Lust auf zu viel Bewegung.
Insgesamt habe ich mich zu wenig bewegt.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Im November hat mich eine heftige Erkältung erwischt. Ansonsten war ich gesund.

11. Davon war für dich die Schlimmste?

Die Erkältung war sehr hartnäckig.

12. Der hirnrissigste Plan?

Es gab keinen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Da gab es keine.

14. Die teuerste Anschaffung?

Da gab es einiges: unseren Vollautomaten, ein neues Kinderzimmer, zwei Smartphones, Eheringe.

15. Das leckerste Essen?

In letzter Zeit habe ich aus dem übriggebliebenen Gemüse fürs Breikochen immer eine Cremesuppe gezaubert. Sehr lecker waren die. Da isst sogar der Mann Pastinake, die er sonst wohl eher meiden würde.

16. Das beeindruckendste Buch?

Ich habe dieses Jahr wirklich viel gelesen.
Die Reihe der Fälle um Sebastian Bergmann habe ich dabei für mich entdeckt. Das erste Buch Der Mann der kein Mörder war* und das zweite Die Frauen die er kannte* habe ich davon schon gelesen.
Desweiteren habe ich die Jahrhundert-Trilogie für mich entdeckt. Töchter einer neuen Zeit* habe ich verschlungen und Zeiten des Aufbruchs* musste ich mir gleich darauf auch noch genehmigen. Leider gibt es den dritten Band aktuell noch nicht als Taschenbuch.
Der letzte von uns* war auch ein besonders gutes Buch, welches ich enorm schnell beim Stillen verschlungen habe.

17. Der ergreifendste Film?

Filme habe ich dieses Jahr eher wenige gesehen. Vor allem seit der Geburt gab es kaum einen, den ich ohne Unterbrechung schauen konnte.

18. Die beste Serie?

Dieses Jahr hab ich so gut wie keine Serie geschaut. Allerhöchstens ein paar wenige Folgen von ZDF-Krimis. Ich bin nun großer Fan der ZDF-Mediathek geworden. Die ist eine der besten Mediatheken.

19. Die beste CD?

Ich habe die Giraffenaffen-Bande für mich entdeckt. Ich glaube, das sagt einiges über meinen neugewonnenen Musikgeschmack aus. ;)

20. Das schönste Konzert?

Keines in diesem Jahr.

21. Die meiste Zeit verbracht mit?

dem Maikater - zuerst als Bauchbewohner und nun live und in Farbe
und meinem Mann

22. Die schönste Zeit verbracht mit?

dem Maikater und meinem Mann

23. 2018 zum ersten Mal getan?

geheiratet, ein Kind bekommen, Mama geworden

24. 2018 nach langer Zeit wieder getan?

Meine Regelblutung wieder bekommen. Hätte ich so nun nicht gebraucht.
Und wieder starke Kopfschmerzen gehabt. In der Schwangerschaft war das zum Glück nur einmal der Fall, sonst war ich tatsächlich schmerzlos.

25. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

1) Der Schreck in der 37. Schwangerschaftswoche mit der RTW-Fahrt.
2) Die negativen Kommentare meiner Mama, die ich seit der Geburt leider immer wieder hören muss. Ich mache in ihren Augen nichts richtig und mein Kind scheint den falschen Vater zu haben :(
3) -

26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass mein Kind gut ist, so wie es ist und das ich alles richtig mache mit ihm (siehe Frage 25, Punkt 2).

27. Das schönste Geschenk, dass ich jemandem gemacht habe?

unser Kind bekommen 💖

28. Das schönste Geschenk, dass mir jemand gemacht hat?

Vertrauen und Liebe
und von meinem Kind: sein Lächeln und Lachen!

29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt?

Er hat dunkle Haare.

30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Das müssen die Personen schon selber entscheiden ;)

31. Dein Wort des Jahres?

Hochzeit, Geburt

32. Dein Unwort des Jahres?

DSVGO

33. Deine Lieblingsblogs des Jahres?

Ich habe dieses Jahr viele tolle Blogs entdeckt. Vor allem hat sich mein Interesse an Mama-Blogs enorm gesteigert. Aber schaut doch gern in meiner Blogroll nach.


34. Meine letzten Jahresrückblicke in der Übersicht:
2014201520162017


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Tagebuchbloggen 12/2018

Es ist wieder der 5. des Monats. Und das bedeutet Frau Brüllen möchte heute wieder wissen "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?".

Mein Tag beginnt irgendwann in der Nacht. Das Kind schläft sehr unruhig. Ich kann gar nicht genau sagen, wann ich ihn das erste Mal beruhige. Aber kurz vor 3 Uhr ist er richtig wach und lässt sich auch nicht wieder zum Schlafen bewegen. Sonst hilft da immer das Schuckeln auf dem Arm. Heute nicht. Also nehme ich ihn in meinem Arm mit ins Bett. Normalerweise wehrt er sich dagegen. Er mag es nicht, neben mir zu liegen.
Aber heute klappt es und irgendwann schläft er dann doch wieder ein. Bis er 5.15 wieder hellwach ist. Ich versuche, ihn noch mal vom Schlafen zu überzeugen. Aber es hilft nichts.
Da ich denke, er könnte eventuell doch Hunger haben (seine letzte Mahlzeit ist dann ungefähr 12 Stunden her), hole ich mir das Stillkissen aus dem Wohnzimmer und wechsle ihm noch die Windel (nicht, dass die dann später beim Einschlafen stört). Dann stillen wir. Und er schläft tatsächlich noch mal ein. Ich freue mich tierisch. Leider aber zu früh. Eine Viertelstunde später ist das Kind nun doch wieder wach. Auf meinen Kuschelversuch reagiert er sehr ungehalten und so beschließe ich dann doch, mit ihm aufzustehen.
Als ich ihn anziehe, bemerke ich seine vollge... Windel. Vielleicht war das Grund, warum er nicht mehr weiter schlafen konnte.
Es ist dann kurz nach 7, als der Maikater angezogen im Laufgitter liegt. Allerdings ist er da recht unzufrieden. Die Hose war leider etwas eng. Schade. Die war neu und er hatte sie heute zum 1. Mal an.
Seine gute Strampel-Laune hält leider nicht lange an. So wird sich auch der gesamte Tag fortsetzen.

Meine Laune ist dementsprechend auch nicht die beste.

Ich versuche, die Betten frisch zu beziehen, werfe zwischendurch die Waschmaschine an. Und räume hier und da immer etwas auf. Zwischendurch beruhige ich immer wieder mal das Kind, am liebsten würde er wohl heute auf mir wohnen. Aber auch da ist er recht unzufrieden.
Ich lege Wäsche zusammen, verräume sie und auch da werde ich immer wieder unterbrochen.

Dann ist es Zeit für den Mittagsbrei. Aber da das Kind leider etwas müde ist, wird nur wenig gegessen. Da er tagsüber echt schlecht schläft, ist jeder Tag für mich zur Zeit eine neue Herausforderung.
Nach dem wenigen Brei, wird der Maikater gestillt und schläft zum Glück etwas ein. Ich bin darüber sehr froh. Ich bekomme ihn kaum zu seinen notwendigen Tagschläfchen. Umso mehr freut es mich, wenn er dann beim Stillen einschläft.

Ich mache mir dann etwas zu Essen und der Maikater sitzt neben mir in seinem Stühlchen und schaut sehr interessiert zu.

Ich beziehe die Betten noch fertig und räume auch den Geschirrspüler noch aus. Nebenbei immer wieder zum Kind gehen und schauen und beruhigen. Ihr merkt, die Laune von ihm ist heute wirklich unterirrdisch und meine wahrhaftig auch. Ich bin echt genervt.

Gegen 15 Uhr stillen wir erneut und das Kind schläft noch einmal ein. Leider nur kurz und da erwacht er mit mieser Laune. Mist.

Ab 16 Uhr ist die Laune dann noch schlechter, Spielzeug wird nur kurz Beachtung geschenkt. Das Kind sitzt mittlerweile auf mir und ich versuche, ihn irgendwie über die Zeit zu bringen. Gelingt mir nicht.
Meinen Plan, die Badewanne für das Kind gegen 16.30 einzulassen, revidiere ich sehr bald und mache ihn daher zeitiger fertig. Den Abendbrei lasse ich heute ausfallen, da er schon soooo müde ist, dass dies Verschwendung meiner Zeit und Mühe und auch des Breies wäre.
Daher gehen wir nur Baden - also das Kind, nicht ich. Und er hat sichtlich Spaß dabei.
Beim Anziehen danach schlägt die Laune aber leider etwas um und er fängt mit dem Weinen an.

Ich versuche ihn dann zu stillen. Dabei schreit er sich so in Rage, dass ich es entnervt aufgebe und ihn ins Bett bringen will. Da kommt mein Mann nach Hause. Er war noch Einkaufen und ist daher etwas später als sonst da.
Was bin ich froh. Ich drücke ihm das Kind in die Hand, welches sich sogleich beruhigt. Meine Nerven.
Ich kann mich sammeln und dann stille ich ein wieder sehr zufriedenes Kind. Vermutlich hat das Weglassen des Abendsbreis ihn durcheinander gebracht und der Papa fehlte natürlich auch noch.

Das Schlafenlegen danach gestaltet sich noch einmal etwas schwierig. Aber 18 Uhr schläft das Krümelchen endlich und wir können dann zu Abend essen.

Ich tippe noch den Monats-Beitrag für den Maikater zu Ende (der war schon so gut wie fertig, nur noch kleine Überarbeitungen) und stelle ihn für gestern online. (Wer letzten Monat mitgelesen hat, dem wird auffallen, dass ich das da auch schon so gemacht habe. Ich sollte mich schämen.)

Ich gehe dann an den Rechner, eigentlich um Bilder zu bearbeiten und die Kollagen für den Jahreskalender weiter zu machen. Den Kalender bekommen alle Verwandten dieses Jahr von uns geschenkt. Mit ganz vielen Bildern vom Maikater. Das möchte ich nun gern als Tradition so einführen und jährlich einen Kalender gestalten.
Uneigentlich lese ich einige Blogbeiträge, stelle meinen eigenen fertig und schaue mir Bilder an und sortiere sie. Zum Bearbeiten komme ich leider nicht. Nun gut, muss ich es morgen noch mal versuchen. Ich möchte den Kalender bald fertig haben, damit der auch wirklich rechtzeitig zu Weihnachten da ist. Und verpacken muss ich sie ja dann auch noch.

Dienstag, 4. Dezember 2018

7 Monate

Kann bitte jemand die Zeit anhalten? Ich weiß, dass ich dies zu jedem Monatsbeitrag vom Maikater schreibe. Aber die Zeit RAST. Sie ist einfach so schon wieder einen Monat weiter gerollt. Meine Elternzeit neigt sich nun immer mehr dem Ende entgegen. Klar feiern wir erst noch Weihnachten, Silvester und starten dann ins neue Jahr. Aber lange dauert es nicht mehr und der Maikater geht zur Eingewöhnung in den Kindergarten und bald darauf muss ich auch schon wieder arbeiten gehen. Ich möchte das nicht.

Mittlerweile magst du die Bauchlage echt gern. Meistens sogar mehr als die Rückenlage. Du ärgerst dich momentan nur sehr, dass du nicht vorwärts kommst (oder rückwärts, wie man es nimmt). Jedenfalls möchtest du dich gern mehr bewegen, aber es gelingt dir einfach noch nicht. Du übst schön den Armstütz. Und das Drehen hast du auch immer noch nicht raus. Meistens hast du etwas in der Hand während du es versuchst und dann ist dir immer dein Arm im Weg. Ich möchte dir gern helfen, weiß aber nicht so recht, wie.
Dafür drehst du dich auf dem Rücken liegend in sämtliche Richtungen und kannst dich so in deinem Laufgitter recht gut fortbewegen. So ganz zufrieden bist du aber auch damit nicht.
Vorgestern hast du in Bauchlage versucht, deine Beine unter deinen Bauch zu bekommen. Es sah wahnsinnig niedlich aus.
EDIT: Und heute hast du dich rumgedreht und deinen Arm sogar herausbekommen. Nur leider lagst du dabei so weit am Laufgitter-Rand, dass du nicht ganz rumkamst. Schade. Ich habe dich so gefeiert. Leider warst du davon so irritiert, dass du gleich wieder aufgehört hast. Ich doofe.

In deinen Mittagsbrei mache ich nun schrittweise immer etwas mehr Apfelsaft rein, damit du dich langsam daran gewöhnen kannst. Bisher funktioniert das auch schon recht gut. Abends hast du zwar noch leichte Blähungen, aber absolut auszuhalten. Wobei du eigentlich gefühlt den ganzen Tag herum pupst. Meistens bist du nun ein wirklich guter Esser und schaffst eine komplette Portion (je nach dem wie viel ich dir mache auch bis zu 200g). Wenn du es nicht schaffst, liegt das eher daran, dass du zu müde bist oder dir auch mal deine Zähne wehtun.
Den Abendbrei verträgst du mittlerweile sehr gut. Auch da gab es nach der Einführung immer mal Blähungen, diese dann mitten in der Nacht. Auch hier schaffst du eine deutlich größere Portion, wenn du nicht immer so müde wärest.
Im Moment sind wir noch dabei, die perfekte Zeit für dich zu finden. Du planst gefühlt jeden Tag um. Vor einigen Wochen gab es noch gegen 18.00 deinen Abendbrei, jetzt schläfst du da an manchen Tagen schon, bzw. wirst dann von mir ins Bett gebracht.
Jetzt hat sich 17.00 als gute Zeit etabliert. Alles andere wäre mir auch deutlich zu früh. Da müssen wir mal schauen, wie wir das für dich gut hinbekommen. In den letzten Tagen warst du aber auch schon deutlich vorher richtig müde. Man kann dich da auch nicht irgendwie beschäftigen, du bist einfach richtig knatschig und müde. Ich bin gespannt, wo uns das noch hinführt.

Das Babyschwimmen war gestern zum letzten Mal. Leider. Es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben auch die anderen Babys und Muttis recht gut kennen gelernt. Aber wir haben nun eine WhatsApp-Gruppe, da können wir weiterhin in Kontakt bleiben und vielleicht ergibt sich auch da mal noch ein Treffen.
Genauso gibt es aus unserem Rückbildungskurs eine Gruppe und da schreiben wir alle fleißig und sehr regelmäßig. Im Moment ist das Brei-Thema sehr wichtig für uns alle, da die meisten jetzt gerade damit starten. Die anderen Kinder sind fast alle gemeinsam in einer Juni-Woche geboren und somit ungefähr 6 Wochen jünger als der Maikater. Der ist in dieser Gruppe nun der älteste.

Vor zwei Wochen hat uns beide eine heftige Erkältung getroffen. Also vor allem hat sie mich getroffen. Ich habe sehr lange etwas davon gehabt, während es dir zum Glück nur ein paar Tage wegen des doofen Schnupfens nicht so gut ging. Aber bis auf eine echt schlimme Nacht hat man dir das sonst kaum angemerkt. Du hast das echt toll weggesteckt. Und dabei hat dich auch etwas Husten geärgert. Aber du hattest kein Fieber und somit sind wir auch nicht zum Arzt gegangen.
Durch den Schnupfen hattest du dann auch tagsüber wieder auf mir geschlafen. Davor hatten wir ein paar Tage mit deinem eigenen Bett, aber das ging in dieser Zeit natürlich nicht. Jetzt schläfst du aber auch tagsüber super in deinem Bett. Und auch das abendliche Einschlafen klappt wieder richtig gut. Manche Tage schläfst du ohne Getragen werden ein. Aber da ich mich damit nun abgefunden habe, finde ich es selber auch gar nicht mehr schlimm. Und du signalisierst mir, wenn du da nicht einschlafen kannst. Dann lege ich dich in dein Bett und binnen kurzer Zeit schläfst du ein. Einmal wolltest du sogar nicht mal meine Anwesenheit haben. Bis ich das allerdings verstanden habe, hat es etwas gedauert.

Du trinkst jetzt richtig gut. Wir nutzen den Trinklernbecher von NUK. Mit dem kommst du am besten zurecht. Und damit ist auch Wasser überhaupt kein Problem mehr. An manchen Tagen kannst du gar nicht genug davon bekommen. Im Schnitt sind es so täglich um die 30 ml, aber 60 ml hast du auch schon geschafft.
Als wir am Wochenende bei meinen Eltern waren, habe ich deinen Becher vergessen und du hattest sichtlich Durst. Da habe ich es mit einem normalen Glas versucht. Anfangs klappte es richtig gut und du hast auch ordentlich getrunken. Dann ging zwar immer mehr daneben, aber getrunken hast du davon trotzdem einen großen Teil. Du machst das super. Nur für zu Hause ist dein Becher die saubere Variante. Immerhin kommen wir aber auch ohne zurecht.

Du erzählst jetzt schon richtig viel. Im Moment ist es ganz häufig "Ajaja". Dabei machst du auch deinen Mund so lustig breit. Das schaut wahnsinnig süß aus. Ich habe auch schon mal morgens "Hunger" heraus gehört und einmal hast du auf mein Niesen "Gesundheit" gesagt. Und als du geniest hast und ich dies sagte, kam von dir ein "Danke". Vermutlich bilde ich mir das auch nur ein, aber es klang zumindest mit viel Fantasie sehr danach.
Du hörst auf deinen Namen und auf das Wort "Kind". Ich spreche dich häufig damit an, deswegen bestimmt.
Du weißt, wer Mama und wer Papa ist und lachst dabei auch immer sehr, wenn ich dir "Papa" erzähle. Meistens schaust du dann zu seinem Computer-Stuhl. Wenn er dann nicht da ist, suchst du ihn
Wenn du im Bett liegst und meckerst, klingt es häufig im Wortschwall nach "Mami".

Die 3er Windeln von Pampers haben wir nun komplett aufgebraucht und sind jetrzt auf die 4 umgestiegen. Die passen richtig gut. Und so haben wir nun die Wahl zwischen denen und den von Lidl. Dein Papa mag lieber Pampers, ich nutze mehr die von Lupilu. Geschmackssache. Passen tun aber beide gleich gut.

Bei den Sachen habe ich nun die 68 fast vollständig aussortiert. Die Langarmshirts sind dir alle zu eng. Teilweise gehen sie gar nicht mehr über den Kopf. In den Hosen passen noch vereinzelt welche, sonst sind wir aber nun wirklich bei der 74 angekommen. Die strampelst du dir dafür immer fast runter, weil die unten so weit sind. Und die wenigsten haben ein richtiges Bündchen.
In der Nacht hast du nun die dicken Schlafanzüge an, die sind einfach angenehmer und wärmer.

Durch den Brei ist das Spucken zwar deutlich weniger geworden. Aber gerade in den letzten Tagen muss dieser Satz etwas relativiert werden. Ich dachte schon, wir haben das so gut wie hinter uns gelassen. Aber dem ist nicht so. Zur Zeit spuckst du wieder recht häufig. Und das macht dann in Verbindung mit deinem Mittagsbrei auch wunderbare Flecken...
Ich lese gerade, dass es zum Ende deines letzten Lebensmonats auch schon so war. Vielleicht hast du da immer gerade einen Wachstumsschub und brauchst deshalb mehr Milch? Ich werde das mal beobachten.

Du wunderbarer kleiner toller Mensch! Wir lieben DICH!
Deine Eltern

Montag, 5. November 2018

Tagebuchbloggen 11/2018

Es ist wieder der 5. des Monats. Und das bedeutet, dass Frau Brüllen wieder nach unserem Tag fragt. Mit WMDEDGT = "Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag"? sind alle Blogger aufgerufen, von ihren Tagen zu berichten.

Mein Tag beginnt um kurz vor halb sechs. Der Maikater findet nicht wieder in den Schlaf. Ich mache ihm sein Wärmekissen, da ich Bauchschmerzen vermute. Aber auch das hilft nicht, also nehme ich ihn mit zu mir ins Bett. In meinen Arm gekuschelt schaut er zuerst noch etwas durchs dunkle Zimmer, aber irgendwann gehen seine Augen dann doch noch einmal zu. Richtig gut schläft er aber nicht mehr, eher unruhig. Halb acht ist unsere Nacht dann auch wirklich beendet und ich mache uns tagfein.

Kurz nach 8 sage ich meinen Vorsorge-Termin bei meiner Gynäkologin ab. Wir verschieben den Termin auf die nächste Woche. Da bin ich hoffentlich wieder weniger Frau. :/ Ich hätte ja gern noch etwas länger auf dieses lästige monatliche Übel verzichtet. Aber mein Körper hatte da nun andere Pläne.

Danach bekommt dann der hungrige Maikater endlich sein Frühstück. Wir stillen. Das Kind ist schon gesättigt, als mein Mann aufsteht, er hat im Moment Urlaub.
Für mich gibt es den 2. Kaffe und eine Banane. Ich schreibe dem Mann einen Einkaufszettel für diverse (Baby)Klamotten, die in verschiedenen Läden heute im Angebot sind. Er möchte gern mit dem Kleinen eine Runde Shoppen gehen. Soll er machen. Da kann ich in Ruhe abwaschen und Wäsche zusammen legen. Der Kleiderschrank des Maikaters hat es bitter nötig, dass ich da mal auffülle.
Kurz vorm Mittagessen kommen die zwei erst wieder. Das Kind hat noch etwas im Auto geschlafen, na wenigstens was.

Der Mann und ich essen meine gekochte Kürbis-Suppe. Ich habe sie letzte Woche zum ersten Mal probiert und war erstaunt, wie schnell und einfach die geht. Wenn man vom Schnibbeln mal absieht. Lecker war sie. Sogar sehr.
Der Maikater schaut während unseres Essens schon ganz neidisch. Scheinbar hat auch er ordentlich Hunger.
Gleich im Anschluss bekommt er seinen Mittagsbrei. Er isst zuerst auch recht ordentlich, aber irgendwie kommt er im Moment nicht mit seinem Hochstuhl zurecht. Bei Papa auf dem Schoß kann man dann aber doch noch mal ordentlich weiter essen. Na gut, dann eben so. Solange der Mann zu Hause ist, ist das ja auch kein Problem.
Das Kind war allerdings müde, daher hat er nicht ausreichend gegessen und bekommt den Rest eben per Stillen "gereicht".

Danach geht der Maikater noch etwas im Laufgitter Spielen und ich kann mich ein wenig Ausruhen. Am Samstag hatte mich entweder ein Grippaler Infekt oder doch ein Milchstau niedergestreckt. Davon erhole ich mich jedenfalls gerade noch.

Als der kleine Mann quengelig wird, nehme ich ihn auf den Arm und er schlummert ein. Na gut, ich schuckele ihn in den Schlaf und dann schläft er. Ganz so einfach war es nämlich dieses mal doch nicht. Lange schläft er leider auch nicht, dann schreckt er hoch. Aber zumindest schreit er nicht. Das hat er in den letzten Tagen sehr häufig gemacht.

Den restlichen Nachmittag verbringen der Mann und ich abwechselnd damit, dass Kind von seiner schlechten Laune abzuhalten. Es gelingt uns eher weniger. Wir gehen jeweils Duschen und fühlen uns dann zumindest etwas besser. Die Laune des Kindes beschönigt das aber auch das nicht. Der 5. Schub sei dank. Da war er schon vor dem Beginn sehr nörgelig und genau so ist er jetzt gerade auch wieder drauf (der Schub neigt sich zum Glück dem Ende entgegen).

Der Kleine bekommt nach meinem Duschen noch eine Nachmittagsration Milch und danach ist schon fast wieder Zeit für unser Abendessen. Das Kind isst uns auch hier gedanklich alles weg. Zum Glück kann er sich danach über seinen Abendbrei hermachen. Von dem er immerhin gut die Hälfte schafft. Aber dann ist er so hinüber, dass er nach dem Gute-Nacht-Stillen zügig ins Bett verschwindet und auch recht schnell einschläft.

Seitdem habe ich so etwas wie Feierabend. Ich sitze seit Tagen mal wieder an meinem Rechner und habe den Beitrag zum 6-monatigen des Maikaters noch fertig geschrieben und zurückdatiert. Ordnung muss sein ;)

Sonntag, 4. November 2018

6 Monate - ein ganzes halbes Jahr

Wow. Die Zeit rast wirklich. Die Hälfte meiner Elternzeit ist nun somit auch um. Echt schade. Aber zum Glück liegt noch ein halbes Jahr vor mir. Und das wird spannend. Denn du entwickelst dich nun wirklich rasch weiter.

In diesem Monat hast du deine Beine entdeckt, meistens schaust du aber trotzdem noch überrascht, wenn du sie in den Händen hast. Vor allem beim Wickeln fasst du sie nun gern an. Ich erkläre dir dann immer, dass es deine Beine bzw. Füße sind.
Die Bauchlage magst du immer noch nicht besonders gern, aber immerhin hälst du es nun etwas länger aus.
Du übst das Drehen und verbiegst dich dabei immer sehr ala "Banane", sieht auf jeden Fall sehr interessant aus. Bisher hast du den Dreh aber noch nicht raus.
Das Sitzen möchtest du am liebsten auch schon können. Du lässt dich nur noch selten mit halbliegend "abspeisen". Entweder richtig Sitzen oder richtig Sitzen ;) Aber im Moment kippst du noch nach vorn oder zur Seite um. Immerhin kannst du dich nun schon etwas länger halten. 

Deinen Mittagsbrei isst du meistens mit Genuss. Mittlerweile koche ich auch selber für dich. Da hatten wir aber zuerst ordentlich mit Blähungen zu kämpfen. Jetzt lasse ich erst einmal das Obst komplett weg, das verträgst du erstaunlich gut.
Leider konnte mir da meine Kinderärztin nicht weiter helfen. Zum Glück ist meine beste Freundin Ernährungsberaterin mit abgeschlossenem Studium der Ernährungswissenschaften (Master). Sie konnte mir da helfen und ab jetzt werde ich sie fragen. Unsere KiÄ hat mich da leider sehr enttäuscht. Sie schob es sofort auf meine Ernährung, die ich aber ausschließen konnte.
Manchmal schaffst du eine ganze Portion (ca 120-140g), meistens aber zumindest 80g. Deine Finger versuchst du dir dabei gern in den Mund zu stecken. Das finde ich weniger schön, da du dann den Brei überall hin verteilst. Ich halte dir also im Moment die Hände fest, bzw. versuche es zumindest ;)
Seit gestern gibt es auch noch den Abendbrei dazu. Ich wollte schon eher damit beginnen, aber wegen der schlimmen Blähungen habe ich die Pläne verworfen. Du scheinst den Brei zu mögen, obwohl er meiner Meinung nach wie Pappe schmeckt und wie Kleber aussieht. Aber gut. Hauptsache, dir schmeckt es.

Das Babyschwimmen genießt du immer noch sehr. Die anderen Kinder haben wir auch schon recht gut kennengelernt und mit einigen Muttis habe ich mich sogar "angefreundet".
Mittlerweile hast du schon einige Mal getaucht. Richtig genießen tust du es zwar nicht, findest es aber auch nicht schrecklich.

Auch die Rückbildung klappt mittlerweile ganz wunderbar. Du beschäftigst dich meistens recht gut, wirst aber gegen Ende der Stunde (es sind ja sogar 1 und 1/4 Stunden) unruhig. Meistens bist du dann müde. Leider findest du immer noch nicht allein in den Schlaf.

Im Moment schläfst du wieder auf meinem Arm und das tagsüber ausschließlich. Ich habe eine zeitlang versucht, dich in dein Bett zu legen. Da brauchtest du dann aber immer ewig, bis du in den Schlaf gefunden hast und geschlafen hast du da meistens nur eine halbe Stunde. Damit habe ich mich selber so fertig gemacht und unter Druck gesetzt, dass ich tagelang kurz vorm Ausflippen (möglicherweise sogar Burnout) war. Ich habe mir selber dann den Druck genommen, in dem ich dich in meinen Armen in den Schlaf wiege und dann das Stillkissen um dich herum auf meinem Schoß drapiere. Damit kommen wir beide im Moment am besten zurecht. Ich kann lesen und du kannst schlafen. Dabei bleibt natürlich der Haushalt etwas auf der Strecke. Aber da es mir insgesamt besser geht, komme ich in den Momenten, wo du spielst, etwas zu meiner Hausarbeit.

Seit dieser Woche besitzen wir auch ein Laufgitter für dich. Wir haben bisher gedacht, dass uns der Platz dafür fehlt. Aber es wird nun immer kälter und dein Platz am Fußboden war damit nicht mehr zumutbar. Du hast es ganz gut akzeptiert und siehst nun auch mehr. Wir hoffen, dass dir das auch beim Drehen üben hilft. Auf jeden Fall bewegst du dich nun auch etwas fort. Durch deine Bananenbiegebewegung kannst du dich etwas im Kreis drehen.

Beim Trinken versuchen wir gerade, den richtigen Becher für dich zu finden. Aber wir sind immer noch in der Findungsphase. Zumindest ist jetzt Wasser nicht mehr ganz so schrecklich, seit wir dir das stille Wasser aus der Flasche geben. So siehst du, dass ich das auch trinke und weißt zumindest, woher es kommt. Außerdem flippst du immer total aus, wenn dein Papa oder ich aus der Flasche trinken - du möchtest das nämlich auch.

Die Windeln kaufen wir mittlerweile in der 4, bisher gab es da erstmal nur die von Lidl. In diese passt du super rein, obwohl du eigentlich an der unteren Grenze bist. Die Pampers haben wir noch in der 3 und müssen da einige aufbrauchen. Bei denen merkt man schon, dass sie langsam zu klein werden. Obwohl sie eigentlich bis 10kg ausgelegt sind. Aber du bist eben doch nicht mehr so zart und schlank wie kurz nach deiner Geburt. Jetzt bist du ein properes Kerlchen mit einem Bäuchlein. Da braucht es scheinbar schneller die größeren Windeln bzw. auch Sachen.

Kommen wir gleich zur Kleiderkiste: Du trägst mittlweile recht gut die 74. Die 68 passt noch in den Hosen, die meisten Oberteile werden an den Armen oder dem Bauch zu eng. Längenmäßig würden sie aber weiterhin gut passen. Kurzarmbodys in 68 musste ich schon alle aussortieren. Da passen nun nur noch die 74er, die 74/80 sind aber noch recht groß. Bei den Langarmbodys trägst du auch noch gut die 62/68. Schon heftig, dass die alle so unterschiedlich ausfallen.

Seit du Brei isst, hat das Spucken schon deutlich abgenommen. Aber gerade in den letzten Tagen wolltest du wieder längere Zeit an der Brust trinken und da spuckst du dann doch auch wieder recht viel.

Lieber Maikater, wir lieben dich! Ganz verdammt viel! ;)
Deine Eltern

Freitag, 5. Oktober 2018

Tagebuchbloggen 10/2018

Es ist wieder der 5. eines Monats. Und wie immer ruft Frau Brüllen da die Bloggerwelt auf, von ihrem Tag zu berichten.
WMDEDGT = Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?

Mein Tag beginnt um kurz nach halb sieben. Der Maikater liegt fröhlich glucksend in seinem Bett und erzählt so vor sich hin. Ich hätte mir gewünscht, dass er noch bis um 7 schläft. Aber na gut. Dann muss ich eben aufstehen.
Wir beginnen unsere morgendliche Routine mit Waschen, Windel wechseln und Anziehen. Danach lasse ich den Vollautomaten noch schnell einen Latte macchiato kreieren, mit dem ich mich zum Stillen niederlasse.

Der kleine Mann ist danach auch nur wenig zufrieden. Seine Krabbeldecke ist heute nicht der richtige Ort für ihn, er ist nörgelig. Na gut, dann nehme ich ihn mit zu mir auf die Couch. Ich schreibe am Blogspost zu seinem 5. Monat herum. Bisher kam ich lange nicht mehr an den Rechner, daher hatte ich den noch nicht einmal angefangen. Wie gut, dass er seit gestern 5 Monate alt ist ;)
So richtig gefällt dem Maikater das aber auch nicht. Daher nehme ich ihn mir auf meinen Arm, aber auch das ist nicht so das wahre.

Na gut. Dann machen wir uns einfach ein wenig eher auf zur Rückbildung. Ich denke, wir werden eh länger in die Stadt brauchen, da am Dienstag ein LKW in eine Hauswand fuhr und unsere einzige noch befahrbare große Straße in Richtung Stadt nach stadtauswärts gesperrt ist.
Ich mache den kleinen Mann ausgehfertig, ziehe mich selber an und losgehts. Nörgelino ist mit von der Partie.
Heute geht es und wir kommen zügig in die Stadt. Somit haben wir nun aber noch recht viel Zeit bis zu meiner Rückbildung und ich fahre daher eine etwas größere Runde mit dem Auto. Der Maikater soll noch ein wenig schlafen und mein Wunsch geht auch auf.

Während der Rückbildung ist er dieses Mal total lieb und schaut uns Muttis sehr interessiert zu. Wir hampeln alle ein wenig durch die Gegend und laufen auch im Kreis um unsere Kinder herum. Und mit den Gymnastikbällen turnen wir heute auch noch ein wenig. Insgesamt kann ich es dieses Mal so richtig genießen, weil der kleine Mann so super mitmacht. Nur kurz vor Schluss wird er minimal unruhig, lässt sich aber super mit seinem Nuckel beruhigen und hat sogar ein wenig Kontakt zu seiner neben ihm liegenden Babyfreundin aufgenommen (wir Muttis kennen uns schon seit der Ausbildung, arbeiten nur leider nicht beim selben Arbeitgeber).

Nach der Rückbildung fahre ich direkt wieder nach Hause. Ich wollte eigentlich noch ein Paket abgeben, aber ich möchte die gute Laune des kleinen nicht überstrapazieren. Gut so, denn zu Hause wird er dann auch gleich sofort so richtig unruhig. Er ist müde und hat wahnsinnig Hunger. Somit lasse ich den Brei erst einmal ausfallen und stille ihn. Er braucht lange, findet dann aber zum Glück doch noch in den Schlaf. Ich kann ihn sogar mit Stillkissen auf der Couch ablegen, das ging letzte Woche gar nicht.

Ich mache mir etwas zu Essen warm und habe kaum angefangen, da kommt auch schon mein Mann nach Hause. Eigentlich habe ich erst in einer halben Stunde mit ihm gerechnet.
Als wir uns im Wohnzimmer unterhalten, wir der kleine Mann wach. Er möchte wissen, mit wem ich mich da unterhalte. Er ist einfach wirklich zu neugierig, um in Ruhe einfach weiter zu schlafen. Von wem er das wohl hat? ;)

Wir machten dann den Einkaufszettel. Mein Mann ging einkaufen und ich mit dem Maikater mein Paket abgeben und ein zu kleines Hemd des kleinen Großen umtauschen. Gefunden habe ich auch noch einen schönen Schlafanzug. Denn der große Bruder ist ordentlich gewachsen und wird nicht mehr lange in den alten hineinpassen.
Ich habe mir noch ein Eis gegönnt und danach bin ich wieder nach Hause gefahren. Mein Mann war da schon vom Einkaufen zurück. Er ist so viel schneller als ich es jemals sein werde. Aber ich mag es auch nicht sonderlich. Wenn es nicht sein muss, übergebe ich es gern an den Mann.

Erschrocken stellte ich dann fest, dass der kleine Mann schon vor 4 Stunden gestillt wurde. Also habe ich nun den Mittagsbrei heraus geholt, den wir ja aus Müdigkeitsgründen verschoben hatten. Mein Mann versuchte sich am Breifüttern. Allerdings fand das der Maikater nicht so super und es klappte nur so mittelmäßig. Ich sprang also ein und fütterte den Rest. Bei mir war es wieder super. Und am Ende alles aufgegessen.
Es wurde wieder gestillt und ich las dabei mein Buch weiter. Das zweite der Jahrhundert-Triologie. Wenn ich das fertig habe, werde ich noch etwas auf den 3. Band warten müssen. Er ist gerade erst als Hardcover erschienen und ich habe die ersten beiden aber als Taschenbuch.

Danach haben wir selber zu Abend gegessen und Nachrichten geschaut.
Schon war es Zeit für den Maikater mit dem bettfertig machen. Heute stand noch Baden auf dem Programm. Er liebt es und spritzt am liebsten das gesamte Wohnzimmer nass dabei. Bald werden wir wohl doch irgendwie auf das Badezimmer ausweichen.
Der kleine Mann war danach so richtig geschafft und müde und schlief beim Stillen ein. Allerdings wurde er noch einmal kurz wach, als ich ihn in sein Bett legte. Mit ein wenig Handauflegen schlief er dann aber sehr zügig so richtig ein.
Und ich war danach auch so richtig doll müde, schlief sehr fast auf der Couch ein. Also ging es für mich schon 22 Uhr ins Bett. Hätte ich ruhig noch eher machen können, so müde war ich.

Das war mein 5. des Monats Oktober. Zu Ende schrieb ich ihn einen Tag später.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

5 Monate Maikater

Nun ist schon wieder ein Monat vergangen. Der erste, den wir größtenteils nur zu zweit verbracht haben. Denn der Papa ist nach seiner Elternzeit nun wieder arbeiten.
Die erste Woche war für uns beide furchtbar schwierig. Du hast den Papa gesucht und konntest gar nicht so richtig verstehen, wo er denn nur hin ist. Und wenn er abends kommt, fällt es dir schwer,sich darüber zu freuen, dass er nun wieder da ist. Vermutlich hattest du Angst, dass er gleich wieder geht. Das hat sich jetzt aber schon etwas gegeben und du kannst nun endlich wieder grinsen, wenn er nach Hause kommt.
Ich durfte in der ersten Woche das Zimmer am besten gar nicht verlassen. Du hast nur gemotzt und gemeckert und nach mir gerufen. Das war auch richtig schlimm für mich. Wahnsinnig anstrengend habe ich das empfunden. Aber als ich akzeptiert habe, dass du nun eben einfach Angst hast, ich würde auch noch weggehen, wurde es etwas leichter für uns beide.
Wir haben uns einen gemeinsamen Rhythmus gefunden und kommen nun recht gut damit zurecht.
Allerdings fiel dir das Einschlafen zuerst wahnsinnig schwer und wir mussten ein bisschen an unserer neuen Abendroutine feilen. Ich glaube, die haben wir nun gefunden. Ich werde es nicht schreiben,  ich habe es nur gedacht.

Seit zwei Wochen gehen wir nun auch zum Babyschwimmen. Das hat unser morgendliches Aufstehen noch einmal nach vorn verlagert. Du wachst nun recht zuverlässig gegen 7 Uhr auf. Vorher konnte ich gegen 7.30 Aufstehen und hatte noch etwas Zeit für mich, da du ein Langschläfer warst. Nun gut, jetzt stehen wir gemeinsam auf und mein Frühstück muss dann immer erstmal noch etwas warten. Dafür schläfst du fantastische 10-11 Stunden durch und ich darf mich darüber nun wirklich nicht beschweren. So ist es auch verständlich, dass du dann Hunger hast und somit versorge ich erst einmal dich.

Das Babyschwimmen ist echt toll. Du machst das super und bist danach aber ordentlich geschafft. Den Heimweg verschläfst du komplett und danach ist es auch schon Zeit für dein Mittagessen.
Seit nun fast zwei Wochen isst du mittags Brei. Und wie du isst. Die ersten Tage wollte ich dir nicht mehr als ein paar Löffel geben, weil ich Angst hatte, du würdest es nicht vertragen. Spätestens als ich mit Kürbis anfing, wurde aber kontinuierlich immer mehr gefordert und so hast du schon an deinem 5. Tag ein halbes Gläschen Kürbisbrei weggemümmelt. Und danach schautest du ganz entsetzt, warum das denn nun schon alle sei. Mittlerweile schaffst du auch schon mal ein ganzes Gläschen (125g). Aber die letzten Tage waren eher nicht so gut und du immer schon ziemlich geschafft. Da forderst du dann lieber die Brust ein.
Aber das ist okay. Du sollst dir die Zeit lassen, die du brauchst. Und du isst wirklich mit Freude. Nur dein Papa darf dich nicht ablenken oder gar filmen wollen. Überhaupt lässt du dich leicht von einem Handy ablenken und hörst mit allem auf, sobald du das Handy erblickst. Sehr schade, ich wollte doch gern deine Anfänge des Essens in Bewegtbild haben. So gibt es immer nur hinterher Bilder der leeren Schüssel oder des verschmierten Kindes ;)
Ich bin unglaublich stolz auf dich! Du machst das schon wirklich super!
Am liebsten magst du Kürbis, dicht gefolgt von weißer Möhre. Normale Möhre geht auch, aber bitte nicht mit weißer Möhre gemischt. Das ist so gar nicht dein Fall. Vielleicht kommst du da nach mir. Ich mag es auch nicht, wenn man mir alles durcheinander mischt.

Mit dem Trinken probieren wir uns gerade noch etwas durch. Im Moment ist es ja noch nicht zwingend notwendig. Aber ich möchte uns gern ersparen, dass es zum Zwang wird. Daher probiere ich immer mal wieder dir etwas zu geben. Fencheltee ist schon mal komplett raus, den fandest du sehr eklig. Normales Wasser ist auch nicht der Hit. Im Moment versuche ich mich an Mischungen mit Karottensaft. Hoffentlich finde ich da das richtige Verhältnis, mit dem ich auch guten Gewissens leben kann.

Windelgröße ist immer noch die 3. In der Nacht hast du die Premium Protection von Pampers an, die halten einfach am besten so eine lange Zeit durch. Und tagsüber bin ich weiterhin mit denen von Lidl sehr zufrieden.
Wir hatten auch die BabyDry von Pampers ausprobiert, mit denen war ich aber echt unzufrieden. Sie sitzen viel schlechter an dir und so hatten wir häufig Wickelunfälle und du hattest den Stuhlgang an deinem Rücken kleben. Sehr unschön.

Kleidungsmäßig bin ich mit einigen Bodys und allen Schlafanzügen schon auf die 74 umgestiegen, da wird dir die 62/68 an den Beinen und an den Armen zu eng. 62er Strampler passen gerade noch so, Oberteile nur noch in 68. Dein Kopf ist unglaublich gewachsen und du bist es auch. Fast über Nacht hast du ca. 8 cm zugelegt. Da habe ich nicht schlecht geschaut und bin echt gespannt, was in zwei Wochen zur U5 für Daten vorliegen.

Gleichzeitig mit dem Babyschwimmen startete auch mein Rückbildungskurs. Leider hast du nun genau jetzt beschlossen, mit dem Papa nicht mehr alleine sein zu können oder wollen. Ich hätte es gern genutzt, dass er Urlaub hat und wäre mal ohne dich gegangen. Leider war das so nun nicht möglich. Den ersten Teil der Stunde fandest du super, danach war es nicht mehr schön und du sehr motzig. Zum Schluss hast du dich komplett in Rage geschrien. Das kannst du echt gut. Und es ist mir echt unangenehm. Aber du lässt dich dann auch kaum beruhigen. Uns half nur Stillen. Allerdings war dir das viel zu kurz und als der Kurs zu Ende war und ich alles zusammenpackte, hast du schon wieder laut losgeschrien. Mal sehen, wie es morgen so für uns läuft.

Dein Zahn ist wieder verschwunden. Mittlerweile glaube ich kaum noch daran, dass es wirklich schon ein Zahn war, der da durch kam. Dafür hast du nun überall im Kiefer weiße Stellen und kaust auch ständig auf allem herum, was dir gerade in den Mund kommt. Am liebsten sind dir dabei Mamas Finger. Die vom Papa scheinen dir zu groß zu sein. Die findest du nur halb so spannend. Und du speichelst ganz viel. Sobald du aufrecht bist, läufst es dir wie Wasser aus dem Mund.
Apropo aufrecht, du möchtest nun am liebsten ständig sitzen und drückst dich immer hoch, sobald man dich liegend im Arm hat. Das Drehen übst du ab und zu sehr verbissen, dafür sind dazwischen viele Tage Pause.
Bis vor einer Woche hast du ständig lauthals gequietscht. Das war recht anstrengend, weil du wirklich laut warst. Das hing mit dem letzten Sprung zusammen. Nun sind es wieder die leiseren Töne, die aus dir heraus wollen. Morgens im Bett erzählst du vor dich hin, bis ich dich herausnehme. Da strahlst du mich an und hörst dann aber mit dem Erzählen auf.

Du lachst jetzt immer öfter so richtig, lauthals giggelnd. Das ist echt wahnsinnig niedlich! Meistens kannst du dich über deinen Papa freuen, mit mir strahlst du eher. Aber Papa ist auch derjenige, der mehr Quatsch mit dir macht. Dafür findest du es immer schön, wenn ich singe oder tanze. Da schaust du mir ganz interessiert zu.

Deine Haare sind oben am Kopf fast vollständig ausgefallen. Da sind nun die nachgewachsenen ca. 1 cm lang und hellblond. Du kamst so dunkel auf die Welt. Und nun sind sie so richtig blond. Wenn ich nicht wüsste, dass dein Papa früher auch so helle Haare hatte, könnte man echt denken, du wärest nicht mit uns verwandt ;)

Wir lieben Dich, du kleiner süßer Mensch! Mama und Papa

NACHTRAG: Zur Rückbildung am Freitag (05.10.) warst du super lieb. Hast uns Muttis ganz interessiert zugeschaut und mit deiner Babynachbarin (L.) ein wenig Kontakt aufgenommen und ihr sogar ihr Schnuffeltier geklaut. Du kleiner Schelm ;) Erst kurz vor Ende wurdest du mal ein wenig unruhig, aber da reichte dein Nuckel schon aus, um dich wieder glücklich zu machen.

Dienstag, 4. September 2018

4 Monate bist du schon

Um genau zu sein, bist du heute 17 Wochen und 4 Tage alt! Wahnsinn! Die Zeit rast wirklich dahin. In meinen Gedanken bist du gestern erst geboren.
Und nun kannst du schon so viel und wir durften schon einiges mit dir erleben.
Du bist ein freundliches Kind und begrüßt mich morgens meistens schon mit bester Laune und Gebrabbel. Das ist so niedlich!

Seit dem du 15 Wochen und 1 Tag alt bist, hast du deinen ersten Zahn! Dein Papa hat ihn entdeckt. Es schaut bisher eine Spitze deines seitlichen Schneidezahns unten rechts heraus. Das ist schon etwas seltsamt. Hatte ich doch fest mit einem Schneidezahn gerechnet. Und auch erst viel später. Aber das erklärte dann wenigstens deine Unruhe die zwei Tage zuvor. Wir dachten schon, du steckts vielleicht schon im nächsten Schub. Dem war aber noch nicht so. Du hast nun manchmal ganz schöne Zahnschmerzen. Bisher hilft dir aber das Dentinox ganz gut und du hörst dann mit dem Weinen auf.
Mittlerweile ist er aber fast wieder vollständig im Zahnfleisch verschwunden. Vermutlich, weil dieses angeschwollen ist.

Eine Woche später hast du deinen Papa und mich das erste Mal mit Stimme angelacht. Das war so niedlich! Du probierst schon länger verschiedene Töne und da hat es dann mal mit dem Lachen zusammen geklappt. Wir freuen uns sehr darüber. Denn meistens bist du ein echter Sonnenschein und bereitest deinem Papa und mir damit viel Spaß.
Den Papa werden wir sehr vermissen, wenn er ab heute wieder arbeiten geht. Ich bin gespannt, wie wir unseren neuen Rhythmus gemeinsam finden werden. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir das schnell schaffen.

Du trägst nun Kleidergröße 62/68, in den Oberteilen passen dir aber immer noch 56er Teile. Hosen sind in 62 manchmal schon sehr knapp, da du so kräftige Oberschenkel hast. Die 68 Strampler sind aber noch sehr sehr groß. Da passen bisher nur die Schlafanzüge. Es ist insgesamt gar nicht so einfach, passende Sachen für dich zu finden. Wir kombinieren hier wirklich viele Größen.

Bei den Windeln sind wir schon vor einigen Wochen von den 2er auf die 3er gewechselt. Die passen deutlich besser und du hast wieder ordentlich Bewegungsfreiheit. Wir benutzen hier immer noch die Pampers Premium Protection. Mit denen kommen wir am besten zurecht. Anfangs hattest du lange einen sehr wunden Po, daher wollen wir auch gar nicht weiter experimentieren. Die Lillydoo hatten wir dank einer Geschenkpackung auch ausprobiert, die gefielen aber deinem Papa nicht so ganz und mich hat ihre Passform etwas enttäuscht.
Da ich diesen Beitrag schon eine Woche zuvor begonnen habe, gibt es nun doch noch ein kleines Update: Mittlerweile nutzen wir auch die Windeln von Lidl "Lupilo" und sind mit denen sehr zufrieden. Dein Popo kommt gut damit zurecht und da wir sie nur tagsüber nutzen, haben wir bisher auch keine Probleme. Ich vermute nämlich, dass sie weniger saugstark wie die Pampers sind. Aber das macht uns im Moment gar nichts aus.

Den heißen Sommer haben wir uns fast nur in unseren Vier-Wänden verkrochen. Es war wirklich einfach viel zu warm.

Du bist sehr aktiv unter deinem Spielebogen und bespielst diesen nun in alle Richtungen. Zumindest soweit es dir dein Bewegungsradius erlaubt und dieser ist immer noch auf dem Rücken liegend.
Dein liebstes Spielzeug ist noch immer die Oball-Rassel, der Quietsche-Bär und neu eingezogen ist ein Beißring der Sophie-Giraffe.
Und ein Spucktuch darf in deiner Nähe sowieso nie fehlen, da du immer noch mal mehr mal weniger stark ausläufst. Sobald du dieses Spucktuch dann zu fassen bekommst, bist du sehr glücklich. Damit kannst du dich auch ewig beschäftigen und ziehst es dir manchmal vors Gesicht. Zu niedlich.

Ich wollte eigentlich mal einen Post über deine Schlafgewohnheiten schreiben. Im Kopf hatte ich ihn schon fertig, da hat es sich komplett gewandelt.
Sonst konnte ich dich einschlafstillen. Das klappt nun gar nicht mehr. Du trinkst zwar abends noch an der Brust, aber findest dadurch nicht mehr in den Schlaf. Aktuell trägt dich dann dein Papa durch die Wohnung, bis du eingeschlafen bist. Das wird sicherlich bald nicht mehr gehen, wenn er wieder arbeiten ist. Aber wir werden sehen, wie sich das ganze einpegelt.
Somit schläfst du dann meistens zwischen 21 und 22 Uhr.
Nachts meldest du dich meistens einmal zum Stillen. Das ist aber sehr unterschiedlich von der Zeit her. Zwischen 2 und 6 Uhr ist da alles dabei. Dazwischen träumst du scheinbar schlecht und jaulst kurz auf. Wenn ich dir den Nucki gebe, reicht das aber aus.
Der obere Teil bezieht sich auf letzte Woche und die Zeit davor. Denn du warst immer so unruhig am Abend und bist immer wieder aufgewacht, sobald du in deiner Wiege lagst. Vermutlich bist du immer mit deinen Armen rechts und links angeeckt und hast dich damit selbst geweckt. Deswegen schläfst du nun in deinem Kinderbett. Das klappt auch erstaunlich gut. Es war wohl eine größere Umgewöhnung für mich als für dich. Denn nun liegst du statt neben mir zu meinen Füßen.

In deinem Kinderwagen schläfst du maximal 20-30 Minuten. Da kann man wirklich die Uhr nach stellen. Danach bist du zwar nicht gleich unruhig. Aber wirklich lange kann man mit dir auch nicht spazieren gehen. Denn sobald du wach bist, möchtest du dann bitte auch etwas sehen. Und das macht sich im Moment in deiner Babywanne noch etwas schlecht. Vielleicht wird das etwas besser, wenn wir auf den Sportsitz wechseln. Allerdings wird das noch ein wenig dauern. Du passt noch gut in die Wanne hinein.

Und tagsüber versuche ich dich gerade auch an dein Babybett zu gewöhnen. Denn bisher schläfst du meistens auf dem Stillkissen auf mir liegend oder nur, wenn du mich direkt sehen kannst. Das finde ich nicht immer schön. Bisher konnte mir dein Papa aber Dinge geben, oder mir helfen. Das wird ja nun aber völlig wegfallen. Sodass wir dich beide gern schlafend in deinem Bett wissen würden. Da könnte ich auch einiges in der Zeit erledigen. Aber bisher schläfst du auch in deinem Bett nur so 20-30 Minuten. Hat da jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Abends nach dem Einschlafen schläft er auch ohne Probleme und es dauert noch etwas, bis ich mich mit hinlege.

Zu viel Trubel an einem Tag tut dir nicht gut. Da wirst du richtig unruhig und lässt dich auch nur schlecht wieder beruhigen. Sobald wir dann aber wieder zu Hause sind, ist alles wieder in Ordnung und du strahlst auch direkt los. Du brauchst deinen sicheren Hafen sehr.
Wenn dein großer Bruder da ist, freust du dich sehr, ihn zu sehen. Allerdings merkt man auch direkt, dass alles etwas anders ist. Du findest abends schlechter in den Schlaf. Sonst hast du dich aber schon gut an seine Anwesenheit auf Zeit gewöhnt. Das war beim allerersten Mal noch deutlich anders und du wirktest sehr aufgewühlt.

Wir lieben dich, kleiner Mann! Du machst uns komplett!

Dienstag, 7. August 2018

1000 Fragen an mich selbst - #20


Nun kommen wir zum 20. Teil der Bloggerreihe "1000 Fragen an mich selbst". Am Ende dieses Teils habe ich damit 400 Fragen über mich beantwortet.
Die Reihe hat Johanna von Pinkepank ins Leben gerufen.
Ich hänge noch etwas mit der Beantwortung hinterher. Die Geburt des Maikaters ist daran Schuld und die anschließende Kennenlern- und Eingewöhnungszeit ebenso. Aber jetzt werde ich so langsam nach und nach die noch offenen Fragen ab arbeiten und dann irgendwann wieder "up to date" sein und sie wieder im Wochenrhythmus beantworten können - außer natürlich es kommt das Leben dazwischen ;)

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?

Da gibt es bestimmt einige. Wenn ich mein Unrecht einsehe, kann ich mich aber auch gut dafür entschuldigen.

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Ja.

383. Bestellt du im Restaurant immer das Gleiche?

Ich versuche auch mal andere Dinge auszuprobieren. Aber meistens habe ich so 2-3 Lieblingsessen in einem Restaurant. Und das bestelle ich dann doch immer wieder. Das liegt vor allem daran, dass ich mich nicht an alle Sorten Fleisch heran traue und Fisch ungern im Restaurant esse.
Ich habe eben so meine Vorlieben. Zum Beispiel esse ich wahnsinnig gern Soße und dann muss es auch viel Soße sein. Das ist aber weniger typisch für die meisten Gerichte.

384. Gibt es etwas, das du insgeheim anstrebst?

Eine gute Mutter zu sein. Aber ob ich das nun insgeheim anstrebe, oder es offensichtlich ist - wer weiß? ;)

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?

Ich würde gern am Strand leben, jeden Morgen ins Meer springen und dann für ein paar wenige Stunden arbeiten gehen. Einfach, damit ich rauskomme und mich gebraucht fühle.
Und die schöne Zeit mit lieben Menschen verbringen, also mit meinem Mann, dem Maikater, seinem großen Bruder und meinen Freunden. Ja, das wäre wirklich schön.

386. Was begeistert dich immer wieder?

Das Lächeln des Maikaters! Seine Fröhlichkeit und überhaupt seine Art das Leben zu genießen - wenn man das so sagen kann, dass er es "genießt".

387. Welche Sachen kannst du genießen?

Filme schauen, Bücher lesen und ich freue mich über leckere Getränke und Wassermelone - vor allem zur Zeit bei den heißen Temperaturen eine schöne Abkühlung.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?

Ja, ich erweitere gern meinen Horizont.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?

Ich mag beides gern. Ich erzähle gern, höre aber auch zu, wenn die Dinge mich interessieren. Und da ich ein neugieriger Mensch bin, stelle ich auch gerne viele Fragen.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?

Im Moment bin ich wenig kreativ. Ich stricke gern vor mich hin, aber meistens nach Anleitung. Da ist nicht so viel Raum für eigene Kreativität.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?

Da gibt es viele. Momentan vor allem bei "Bella Ciao", da habe ich einen richtigen Ohrwurm. Aber da wir im Moment nur wenig mit dem Auto fahren, komme ich so eher nicht dazu.

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?

Jeden Tag aufs Neue mit dem Maikater. Er ist so fröhlich, das steckt an :)

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?

Ja auf jeden Fall. Ich kann mit ihm über alles reden und finde das auch wahnsinnig wichtig.

394. Welchen Akzent findest du charmant?

Sächsisch, Bayrisch hingegen finde ich absolut grauenvoll.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?

Seit der Maikater geboren ist, habe ich das Gefühl die Zeit rast nur noch so dahin. Die Schwangerschaft verging schon echt schnell. Aber jetzt ist es noch krasser.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Ich trage sie seit Jahren ungefähr gleich. Immer mal etwas länger bis es wieder zum Frisör geht. Aber im Großen und Ganzen seit ungefähr 3 1/2 Jahren immer gleich - da hatte ich sie wachsen lassen, weil meine Frisörin in Elternzeit war und ich mit keiner anderen zurecht kam.

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?

Ja.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?

Tagsüber auch mal ein Schläfchen zu machen, wenn ich es nötig habe. Als ich noch arbeiten gegangen bin, war das vor allem nach den Frühdiensten häufig notwendig. Da bin ich echt total k.o. und geschafft. Jetzt schlafe ich, wenn der Maikater schläft und mir danach ist.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?

Nein. Das fände ich persönlich zu anstrengend.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Wenn mein Mann davon spricht, dass ich mal wieder sauber machen könnte. Meistens hat er ja Recht. Ich bin dafür nur nicht immer empfänglich ;)

Hier könnt ihr gern noch mal nachlesen, wie ich die ersten Fragen der Reihe beantwortet habe:
#1 (Fragen 01 - 20)
#2 (Fragen 21 - 40)
#3 (Fragen 41 - 60)
#4 (Fragen 61 -  80)
#5 (Fragen 81 - 100)
#6 (Fragen 101 - 120)
#7 (Fragen 121 - 140)
#8 (Fragen 141 - 160)
#9 (Fragen 161 - 180)
#10 (Fragen 181 - 200)
#11 (Fragen 201 - 220)
#12 & #13 (Fragen 221 - 260)
#14 (Fragen 261 - 280)
#15 (Fragen 281 - 300)
#16 (Fragen 301 - 320)
#17 (Fragen 321 - 340)
#18 (Fragen 341 - 360)
#19 (Fragen 361 - 380)

Sonntag, 5. August 2018

Tagebuchbloggen 08/2018

Es ist wieder der 5. und das bedeutet, Frau Brüllen ruft zum monatlichen Tagebuchbloggen oder auch WMDEDGT = "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" auf.

Daher berichte ich euch nun von meinem Sonntag im August.

Der Maikater lässt mich bis kurz nach halb fünf schlafen und möchte dann zum ersten Mal an diesem Tag etwas zu essen. Er bekommt eine frische Windel und wir stillen.
Ich schlafe dabei wie eigentlich fast immer ein. Im Liegen Stillen zu können, ist so viel angenehmer.
Kurz nach halb acht wird das Kind neben mir immer unruhiger. Mein Mann kommt dann zu uns und schaut, wie es uns geht. Ich stehe auf, denke, der Maikater wird sich gleich melden, weil er Hunger hat. Aber kaum bin ich neben ihm verschwunden, schläft er ganz ruhig weiter.
Da ich aber noch wahnsinnig müde bin, ziehe ich auf die Couch um und schlafe da noch etwas. Mein Mann kocht mir schon mal Kaffee. Den trinke ich dann nebenbei.

Kurz vor 9 wird dann das Kind aber doch richtig wach. Der Mann macht ihm eine frische Windel, zieht ihn um und macht ihn tagfein. Dann stillen wir.
Weil es sich endlich mal etwas abgekühlt hat, haben wir alle Fenster in unserer Wohnung offen und lüften mal wieder so richtig durch. Tut das gut. Es kühlt sich auch merklich ab. Aber sobald die Fenster wieder zu sind, ist es gleich wieder stickig und warm im Raum.

Nach dem Stillen liegt der Maikater unter seinem Spielbogen und beschäftigt sich etwas mit sich selbst bzw. den Dingen, die da um ihn herum Klappern können. Das ist immer schön zu sehen.

Währenddessen kümmere ich mich um die Wäsche und räume etwas auf. Das war die letzten Tage wegen der Hitze ein wenig vernachlässigt worden.

Wir essen zu Mittag, der Maikater "sitzt" währenddessen in seinem Hochstuhl. Als wir fertig sind, fallen dem kleinen Mann immer wieder die Augen zu. Ich versuche ihn in sein Bett zu legen. Aber das klappt nicht. Bisher hat er da noch nie (außer ganz am Anfang) tagsüber drin geschlafen. So ist es auch heute. Ich nehme ihn also wieder raus und setze mich mit ihm auf dem Arm auf das Sofa. Da quält er sich noch ein paar Minuten, findet dann aber doch in den Schlaf. Ich kann ihn auf der Couch ablegen.
Eigentlich möchte ich mich dann unserem Wohnzimmertisch widmen und diesen aufräumen, allerdings hat der Maikater einen so leichten Schlaf, dass ich nicht mehr zum Aufräumen komme.
Na gut, ich setze mich also mit meinem neuen Buch, welches ich letzte Woche zum Geburtstag von meiner besten Freundin bekam, dazu und fange an, es zu lesen.

Aber es dauert nicht lange und der Kleine wird wieder wach. Im Moment legt er eher kurze fünf- bis zwanzig-Minuten-Schläfchen ein. Danach ist er aber zumindest nicht mehr knatschig, sondern wieder richtig gut drauf und lacht und spielt auch wieder etwas.
Jetzt hat er allerdings Hunger. Wir stillen also wieder. Ich lese währenddessen mein neues Buch weiter.
Wir sind noch nicht ganz fertig, da kommt der kleine Große. Er wird von seiner Mama und deren neuen Mann gebracht. Er freut sich wieder tierisch, seinen kleinen Bruder zu sehen. Es ist echt schön, dass er sich so darüber freut.

Wir sind nun also wieder zu viert. Der kleine Große nimmt wieder mal unsere Switch in Beschlag. Er liebt es einfach, bei uns sein Lieblingsspiel spielen zu dürfen.

Der Maikater wird dann noch mal sehr wehleidig, er ist einfach müde. In den Schlaf findet er aber nur auf Papas Arm. Als dieser sich irgendwann von der kleinen Heizung befreien möchte, biete ich mich an, ihn zu übernehmen. Allerdings scheint dem Kleinen das nicht so ganz zu passen. Er wird wieder munter.
Wir baden ihn dann, sehr zur Freude des großen Bruders, der begeistert zuschaut. Im Moment könnte man ihn fast jeden Tag Baden. Er ist sehr häufig durchgeschwitzt oder bringt die gute Milch wieder raus.
Danach ist der Hunger wieder so groß, dass wir Stillen.
Und danach gibt es für uns anderen dann Abendessen. Das erste Mal sitzt der Maikater neben seinem Bruder. Sonst sitzt an dieser Stelle immer mein Mann.

Wir sitzen dann alle zusammen auf der Couch und schauen noch etwas fern.

Der Maikater schaut auch etwas mit. Anders ließ er sich gerade nicht mehr beruhigen. Wenn wir zu zeitig mit dem Abendstillen anfangen, kommt er einfach nicht in den Schlaf.

Kurz vor 20.00 bekommt er noch mal die B*rust. Er schläft auch wieder schön ein, aber als ich ihn in sein Bett gebracht habe, wird er noch mal munter. Dann hat es wohl noch nicht ganz gereicht.
Aber kurz nach 21 Uhr ist er dann auch endlich richtig im Land der Träume verschwunden und ich kann ihn ins Bett bringen.

Mein Mann bringt seinen großen Sohn ebenfalls ins Bett und geht kurz danach schon hinterher. Ich sitze noch etwas auf dem Sofa und lese und genieße meine Ruhe.

Das war mein spannender Sonntag ;)